
Das Musée du Louvre – die meistbesuchte Touristenattraktion Frankreichs – hat angekündigt, vom 10. bis 13. Juli bereits um 16:00 Uhr statt wie gewohnt um 18:00 Uhr zu schließen. Als Begründung nennt das Museum die Arbeitsschutzvorschriften im Rahmen des „Plan Canicule“ bei Hitzewellen. Auch andere Pariser Museen wie das Musée d’Orsay und das Centre Pompidou haben signalisiert, dass sie ihre Öffnungszeiten anpassen könnten, falls die Innentemperaturen 30 °C überschreiten. Die vorzeitige Schließung verdeutlicht, wie extreme Wetterlagen zunehmend ein Geschäftsrisiko für die Tourismusbranche darstellen – gerade jetzt, wo der Zustrom von Besuchern wieder zunimmt. Reiseveranstalter berichten, dass Bustouren ihre Programme eilig umplanen, um die kürzeren Besuchszeiten zu berücksichtigen. Einige Anbieter von Incentive-Reisen setzen stattdessen auf abendliche Flusskreuzfahrten auf der Seine, die derzeit von den Hitzebeschränkungen ausgenommen sind. Die klimatisierten Bereiche sind begrenzt; nur der Eingang durch die Glaspyramide und der Denon-Flügel verfügen über eine vollständige Klimaanlage. Die Louvre-Leitung informiert, dass Inhaber von vorab gebuchten Tickets kostenlose Rückerstattungen oder Umbuchungen erhalten können, während der Verkauf von Tickets für den gleichen Tag vor Ort ausgesetzt ist. Reiseveranstalter raten ihren Kunden, elektronische Buchungsnachweise mitzuführen, da das Sicherheitspersonal die Ticketkontrollen in schattige Außenbereiche verlegt, um Menschenansammlungen im Inneren zu vermeiden. Das Pariser Fremdenverkehrsamt hat seine Online-Hitzewarnseite aktualisiert, auf der auch temporäre Wasserstellen an wichtigen Sehenswürdigkeiten verzeichnet sind. Für im Ausland lebende Familien, die Wochenendausflüge planen, empfehlen Arbeitgeber mit Mobilitätsservices, die geänderten Öffnungszeiten weiterzugeben und daran zu erinnern, dass viele Attraktionen außerhalb von Paris – etwa das Schloss Versailles – bei anhaltenden roten Hitzewarnungen ähnliche Maßnahmen ergreifen dürften.
Quelle: Le Parisien