
Hongkong erwachte am 11. Juli mit der Nachricht, dass der schwere Taifun „Bavi“ mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 155 km/h auf 430 Kilometer an das Gebiet herangerückt war und sich auf die östliche Mündung des Perlflusses zubewegte. Um 14:00 Uhr HKT gab das Hongkonger Observatorium ein aktualisiertes Tropensturm-Warnbulletin heraus, das in den nächsten 24 Stunden Sturmböen ankündigte, während die Flughafenbehörde den Flughafen auf „Taifun-Bereitschaftsstufe 2“ setzte. Fast sofort begannen lokale Fluggesellschaften, ihre Flugpläne zu reduzieren. HK Express verschob die Flüge UO824 / 825 (Hongkong–Okinawa) auf den 12. Juli und verschob UO858 / 879 (Hongkong–Ishigaki) um 24 Stunden, wobei Passagiere über Nacht per SMS und E-Mail informiert wurden. Greater Bay Airlines und Cathay Pacific folgten dem Beispiel und strichen zusammen 22 Abflüge nach Taipeh, Seoul und Manila für den 11. und 12. Juli. Frachtunternehmen verlegten Großraumfrachtmaschinen auf Nachtflüge, um der wetterbedingten Kapazitätsknappheit zuvorzukommen. Die Flugverkehrskontrolle verschärfte die Störungen zusätzlich. Eine am 10. Juli um 07:27 UTC herausgegebene NOTAM setzte stündliche Obergrenzen für Flugzeuge, die den Hongkong FIR über den Wegpunkt TAMOT überfliegen, „aufgrund von Sektor-Kapazitätsgrenzen“, was effektiv Slots für Regionaljets rationierte, die vor dem Sturm zu ihren Heimatbasen zurückkehrten. Spediteure berichten, dass Einfuhrgenehmigungen für verderbliche Waren prioritär behandelt werden, während Exporteure von High-Tech-Komponenten mit Rückständen von 24 bis 48 Stunden rechnen müssen. Geschäftsreisemanager fordern ihre Mitarbeiter auf, Termine in Shenzhen und Guangzhou, die eine Rückkehr am selben Tag erfordern, zu bestätigen, da Fähr- und Hubschrauberverbindungen über das Delta bei Signal 8 voraussichtlich eingestellt werden. Unternehmen mit Mitarbeitern, die an diesem Wochenende ankommen, wird geraten, Hotelunterkünfte auf Lantau oder in Kowloon zu organisieren, falls der Straßenverkehr zum Flughafen eingeschränkt wird. Praktisch sollten Reisende die Apps der Fluggesellschaften im Auge behalten, mehr Zeit für Transfers einplanen und Bargeld oder Karten als Reserve bereithalten: Geldautomaten und Fahrdienste verzeichnen bei Signal-8-Sperrungen traditionell Preisspitzen. Personalabteilungen sollten zudem die Versicherungsdeckung für taifunbedingte Verspätungen prüfen, da einige Policen solche Fälle als höhere Gewalt ausschließen.
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