
Der irische Einwanderungsdienst (ISD) warnt, dass die Bearbeitungszeit für die Erneuerung der Irish Residence Permit (IRP) für einige Kategorien inzwischen über 17 Wochen hinausgeht. Aus diesem Grund hat Justizminister James Browne eine vorläufige „Mitteilung an Arbeitgeber“ veröffentlicht. Darin wird bestätigt, dass Beschäftigte, deren IRP-Karten bereits abgelaufen sind, bis zum 31. August 2026 weiterhin legal arbeiten und sich rechtmäßig im Land aufhalten dürfen, sofern sie 1) vor Ablauf der Karte einen Online-Antrag auf Erneuerung gestellt haben und 2) weiterhin über eine gültige Arbeitserlaubnis verfügen (sofern erforderlich). Antragsteller können die automatisierte E-Mail-Bestätigung des Online-Portals als vorübergehenden Nachweis ihres Status nutzen, bis die physische Karte eintrifft. Diese Regelung soll verhindern, dass es zu massenhaften unbeabsichtigten Arbeitsgenehmigungsausfällen kommt, die insbesondere Unternehmen in Branchen mit vielen Nicht-EU-Arbeitnehmern wie Technologie, Gesundheitswesen und Gastgewerbe beeinträchtigen könnten. Arbeitgeber werden aufgefordert, ihre Unterlagen zum Arbeitsrecht mit Kopien der Bestätigungs-E-Mails zu aktualisieren und den Stichtag 31. August im Kalender zu vermerken. Ab diesem Datum gilt wieder die übliche 12-wöchige Nachfrist für Überziehungen. Laut ISD resultiert der Rückstau aus einer Rekordnachfrage im Burgh Quay Registration Office sowie einem Personalmangel. Die Behörde veröffentlicht wöchentlich „Live“-Dashboards, die das älteste bearbeitete Antragsdatum für jede Art von Einwanderungsstempel anzeigen, um HR-Teams eine bessere Einschätzung der Wartezeiten zu ermöglichen. Praktische Auswirkungen: • Neueinstellungen, die auf die IRP-Erneuerung warten, dürfen unter Einhaltung der vorläufigen Kriterien legal mit der Arbeit beginnen, Arbeitgeber müssen jedoch die üblichen Arbeitsberechtigungsprüfungen durchführen. • Reisende, die dringend vor Erhalt der neuen Karte ausreisen müssen, können eine beschleunigte Erneuerung oder ein Notfall-Wiedereinreisevisum beantragen; hierfür sind jedoch Reisedokumente erforderlich, und die Entscheidung liegt im Ermessen der Behörde. • Global Mobility Manager sollten für Einsätze im dritten Quartal Notfallpläne erstellen, die die verlängerte Bearbeitungszeit von 17 Wochen sowie die Produktionszeiten der Karten berücksichtigen. Das Justizministerium kündigt an, zusätzliches temporäres Personal einzustellen und Prozesse zu automatisieren, warnt jedoch, dass die regulären Bearbeitungszeiten voraussichtlich erst im frühen Herbst wieder erreicht werden.
Quelle: Immigration Service Delivery
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