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Ehemaliger Abgeordneter Daryl Maguire wegen „Cash-for-Visas“-Verschwörung verurteilt

Juli 18, 2026
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Ehemaliger Abgeordneter Daryl Maguire wegen „Cash-for-Visas“-Verschwörung verurteilt
Eine Geschworenenjury des Bezirksgerichts von New South Wales hat den ehemaligen Abgeordneten Daryl Maguire wegen Verschwörung zur Einreichung betrügerischer Visumanträge im Namen von mindestens zehn chinesischen Staatsangehörigen zwischen 2013 und 2015 schuldig gesprochen. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass Maguire, noch im Amt als Abgeordneter für Wagga Wagga, gemeinsam mit der Migrationsberaterin Monica Hao und der Geschäftsfrau Maggie Wang lokale Arbeitgeber angeworben habe, die bereit waren, fingierte Stellenangebote gegen Geld einzureichen. Insgesamt wurden zwanzig Anträge für Facharbeiter-Visa eingereicht, die jeweils falsche Angaben zu den angebotenen Positionen und den Aufgaben der Antragsteller enthielten.

Das Urteil beendet einen langjährigen Korruptionsskandal, der erstmals während der Anhörungen der Unabhängigen Kommission gegen Korruption (ICAC) im Jahr 2020 ans Licht kam. Zu den Beweismitteln im Strafverfahren gehörten Aussagen regionaler Geschäftsinhaber, die den Erhalt von Umschlägen mit Bargeld zugaben, sowie chinesischer Antragsteller, die berichteten, bis zu 30.000 australische Dollar für einen „garantierten“ Weg zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung gezahlt zu haben. Maguires Verteidigung behauptete, er habe lediglich Kontakte vermittelt und nichts von den betrügerischen Unterlagen gewusst, doch die Geschworenen wiesen dieses Argument nach fünf Tagen Beratung zurück.

Ehemaliger Abgeordneter Daryl Maguire wegen „Cash-for-Visas“-Verschwörung verurteilt


Australische Migrationsexperten sehen den Fall als Wendepunkt für die Durchsetzung von Visavorschriften. Das Innenministerium hat die Nachprüfungen nach Antragstellung verschärft und Arbeitgeber gewarnt, dass die Verpflichtungen bei der Visumsförderung künftig deutlich strenger kontrolliert werden. Unternehmen, die auf temporäre Fachkräfte- und Global-Talent-Visa angewiesen sind, müssen im kommenden Jahr mit intensiverer Prüfung von Arbeitsverträgen, Gehaltsabrechnungen und marktüblichen Gehaltsvergleichen rechnen.

Für internationale Personalabteilungen ist die Botschaft klar: Jede Vereinbarung, die auch nur wie ein „Papierjob“ aussieht, kann jetzt strafrechtliche Ermittlungen auslösen. Unternehmen sollten ihre Beziehungen zu externen Migrationsberatern überprüfen, ihre Due-Diligence-Protokolle stärken und sicherstellen, dass Prüfpfade belegen, dass geförderte Stellen echt sind und mindestens dem Temporären Fachkräfte-Mindestgehalt (TSMIT) entsprechen.

Die Urteilsverkündung ist für Oktober angesetzt; Maguire drohen bis zu zehn Jahre Haft und hohe Geldstrafen.
Quelle: ABC News

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