
Drei Mitglieder einer in Melbourne ansässigen organisierten Verbrecherzelle wurden zu insgesamt 54 Jahren Haft verurteilt, weil sie versucht hatten, eine halbe Tonne Kokain per „Schwarzflug“ nach Nord-Queensland zu schmuggeln. Der Flug stürzte 2020 in Papua-Neuguinea ab. Die gemeinsame Pressemitteilung vom 16. Juli beschreibt, wie die Australian Federal Police, Queensland Police, Victoria Police, Australian Border Force, ACIC und die Royal Papua New Guinea Constabulary sechs Jahre lang an der Aufklärung der Operation Weathers arbeiteten, bevor sie schließlich Verurteilungen erreichten. Das Kokain im Wert von geschätzten 800 Millionen australischen Dollar wurde 2024 auf Anordnung des Gerichts vernichtet, doch die komplexe Ermittlung ging weiter, während die Behörden Geldflüsse, verschlüsselte Nachrichten und den Kauf von Flugbenzin verfolgten, die die Bande mit der italienischen organisierten Kriminalität verbanden. Am Donnerstag erhielt ein 39-jähriger Mann aus Victoria 22 Jahre Haft (davon 13 Jahre ohne Bewährung), ein 37-jähriger Mann aus Maribyrnong 21 Jahre (12 Jahre ohne Bewährung) und ein 42-jähriger Mann aus Liverpool, NSW, sieben Jahre Haft. Ein vierter Mitverschwörer war bereits im März inhaftiert worden. Für die australischen Grenzbehörden zeigt der Fall die zunehmende Nutzung entlegener Flugplätze, leichter Flugzeuge und grenzüberschreitender Logistiknetzwerke, um Seehäfen zu umgehen. Die Luftsicherheitsabteilung der ABF setzt nun vermehrt Überwachungsdrohnen, Satellitenverfolgung und die Zusammenarbeit mit den Luftfahrtbehörden von Papua-Neuguinea ein, um nicht registrierte Charterflüge in Richtung Cape York und Torres-Straße zu identifizieren. Global agierende Mobilitäts- und Sicherheitsmanager sollten beachten, dass die Präsenz der Strafverfolgungsbehörden an regionalen Flugplätzen voraussichtlich zunehmen wird, was zu stichprobenartigen Kontrollen und Verzögerungen bei legitimen Firmencharterflügen führen kann – insbesondere in den Bergbau- und Energiesektoren im äußersten Norden Queenslands. Unternehmen, die Spezialpersonal oder wertvolle Fracht mit Privatflugzeugen transportieren, sollten daher mehr Vorlaufzeit einplanen und sicherstellen, dass Fracht- und Passagierlisten vollständig und korrekt sind.
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