
Ein informelles Treffen der EU-Justiz- und Innenminister (JHA) begann am 16. Juli in Dublin unter der irischen EU-Ratspräsidentschaft, wobei Polen durch Innenministerin Agnieszka Kamińska vertreten war. Laut der Agenda der Präsidentschaft stand der erste Tag im Zeichen der Verknüpfung der Visapolitik mit der inneren Sicherheit, während die Sitzungen am 17. Juli sich mit der Datenspeicherung und dem Kinderschutz beschäftigen. Bei ihrer Ankunft erklärte Ministerin Kamińska gegenüber Journalisten, dass Warschau den irischen Vorschlag zur Vereinheitlichung der EU-Strafen für Beförderer von undokumentierten Passagieren unterstützen werde, da dies „sekundäre Bewegungen reduzieren würde, die Druck auf Polens östliche Grenzen ausüben“. Polen setzt sich zudem für einen Schnellverfahren-Mechanismus zur Rückführung von Drittstaatsangehörigen ein, deren Asylanträge in der gesamten Union abgelehnt wurden, was den innenpolitischen Vorstoß zur Ausweitung von Rückführungsentscheidungen unterstreicht, wie im Bericht der Grenzpolizei Nadodrzański am Vortag hervorgehoben wurde. Für Programme zur Unternehmensmobilität sind die Diskussionen von Bedeutung, da die Präsidentschaft beabsichtigt, die Änderungen des Schengen-Visakodex 2025 zu überarbeiten, die Mehrfacheinreisevisa für vertrauenswürdige Reisende verlängert haben. Mehrere Mitgliedstaaten – darunter Polen – wollen nun die Befugnis erhalten, diese Erleichterungen aus Sicherheitsgründen auszusetzen, was die Planung von Visareisen für häufige Geschäftsreisende erschweren könnte. Die abschließenden Schlussfolgerungen werden für den späten 17. Juli erwartet. Obwohl informelle Treffen keine verbindlichen Gesetze verabschieden, prägen sie die formelle Ratsagenda für den Rest der irischen Präsidentschaft. Interessierte sollten ein Arbeitspapier zum Thema „Rückführungssponsoring“ im Auge behalten, das Unternehmen, die Mitarbeiter mit ICT-Genehmigungen entsenden, verpflichten könnte, die Abschiebekosten zu tragen, falls diese Arbeitnehmer sich anderswo im Schengen-Raum unerlaubt aufhalten.
Quelle: AGERPRES
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