
Die Grenzschutzbehörde Nadodrzański, zuständig für Polens westliche Grenze zu Deutschland und Tschechien, meldete, dass zwischen dem 1. Januar und dem 16. Juli 2026 insgesamt 2.297 Rückkehrentscheidungen gegen Ausländer erlassen wurden, die gegen Polens Aufenthalts- oder Beschäftigungsregeln verstoßen hatten. Die größte Gruppe unter den Rückkehrern stellten ukrainische Staatsbürger, gefolgt von Georgiern, Moldauern, Weißrussen und – bemerkenswerterweise – einer wachsenden Zahl lateinamerikanischer Staatsangehöriger, die von saisonaler Landwirtschaftsarbeit angezogen werden. Allein in der Woche vom 9. bis 16. Juli wurden 78 Personen zur Ausreise aufgefordert und gleichzeitig mit Schengen-weiten Einreiseverboten von sechs Monaten bis zu fünf Jahren belegt. Die Behörde führt die hohen Zahlen auf gezielte Kontrollen auf Baustellen, Logistikzentren und in Gemeinschaftsunterkünften zurück, die oft gemeinsam mit der Arbeitsinspektion durchgeführt werden. Da der polnische Arbeitsmarkt weiterhin angespannt ist – die Arbeitslosenquote liegt unter 3 Prozent – warnen die Behörden, dass viele Arbeitgeber weiterhin das Risiko eingehen, Personen ohne die erforderlichen Genehmigungen zu beschäftigen. Für Personal- und Mobilitätsteams bestätigen die Zahlen, dass die Kontrollen vor der Hauptreisezeit im Sommer zunehmen. Unternehmen, die Mitarbeiter für kurzfristige Projekte nach Polen entsenden, sollten unbedingt prüfen, ob die Beschäftigten über die richtige Art von nationalem Visum oder vorübergehender Aufenthaltserlaubnis verfügen und ob die Einsätze dem in den Dokumenten angegebenen Zweck entsprechen. Bußgelder für illegale Beschäftigung können bis zu 30.000 PLN (ca. 6.700 €) pro Person betragen und zu einem vorübergehenden Einstellungsverbot für Nicht-EU-Mitarbeiter führen. Strategisch gesehen liefern die Daten auch wichtige Hinweise für die Personalplanung: Mit dem EU-weiten Ein- und Ausreisesystem (EES) und der ETIAS-Vorabprüfung werden Personen, die sich in Polen unerlaubt aufhalten, automatisch im gesamten Schengen-Raum erfasst, was die zukünftige Mobilität sowohl für die Betroffenen als auch für die Arbeitgeber erheblich einschränkt.
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Polen.Mehr von Polen
Alle anzeigen
Warschauer Grenzschutz nimmt illegale Fahrdienstanbieter am Hauptbahnhof und Flughafen Chopin fest
Landesweite RCB-Wetterwarnung vor schweren Stürmen; Fluggesellschaften und Bahn bereiten sich auf Verspätungen vor