
Das Außenministerium (MEA) hat öffentlich signalisiert, dass Neu-Delhi die kürzlich angekündigten US-Einwanderungsbeschränkungen bei seinen amerikanischen Partnern zur Sprache bringen wird, nachdem Washington ein „befristetes Zulassungssystem“ für F-1-Studenten, J-1-Austauschbesucher und Journalisten der Kategorie I eingeführt hat. Bei seinem wöchentlichen Medienbriefing am 18. Juli betonte MEA-Sprecher Randhir Jaiswal, dass die Visaerteilung eine souveräne Aufgabe sei, aber unterstrich, dass Indien „weiterhin mit den USA zusammenarbeiten wird, um die Schwierigkeiten für legitime Reisende zu minimieren.“ Die Regelung des Department of Homeland Security – die das langjährige „Duration-of-Status“-System durch eine feste Zulassungsdauer von vier Jahren (in einigen Fällen zwei Jahren) ersetzt – könnte Zehntausende indischer Studierender zwingen, teure Verlängerungen zu beantragen oder das Risiko einzugehen, während ihres Studiums den Status zu verlieren. Indische Technologieunternehmen und US-Universitäten haben bereits Bedenken geäußert, dass die Regelung zu mehr bürokratischem Aufwand führt, Unsicherheit bei den Optional Practical Training (OPT)-Jobgenehmigungen schafft und die Einschreibungen aus Indien, dem größten Herkunftsmarkt für MINT-Masterprogramme, dämpfen könnte. Bildungsexperten in Bengaluru berichten, dass Familien ihre Aufnahmepläne für 2027 überdenken, da „niemand auf eine Visaverlängerung während des Studiums setzen möchte.“ Indische Verhandlungsführer werden voraussichtlich die Mobilitätsdialogrunde 2026 nutzen, um Ausnahmen oder beschleunigte Verlängerungsfenster für indische Staatsangehörige zu fordern, ähnlich den Zugeständnissen, die zuvor mit Australien und Großbritannien ausgehandelt wurden. Branchenverbände wie NASSCOM drängen Neu-Delhi, das Thema mit den laufenden Gesprächen zum Mobilitätskapitel des Indo-Pazifik-Wirtschaftsrahmens zu verknüpfen. Für Arbeitgeber in Indien und den USA ist die Situation eine Erinnerung daran, bei der Planung von Auslandseinsätzen mehr Vorlaufzeit einzuplanen, die SEVP-Richtlinien genau zu verfolgen und Dokumente (Zeugnisse, Finanzierungsnachweise, Arbeitgeberbescheinigungen) rechtzeitig vor den neuen Ablaufdaten, die auf den I-94-Ankunftsformularen vermerkt werden, vorzubereiten.
Quelle: The Times of India