
Der triumphale Jubel Madrids über den WM-Sieg von La Roja am 20. Juli verwandelte die Innenstadt in eine Fußgängerzone und beeinträchtigte die Mobilität bis weit in den 21. Juli hinein. Eine Million Fans säumten die Strecke von Moncloa bis zur Plaza de Cibeles, während der offene Mannschaftsbus langsam durch die Straßen Princesa, Génova, Colón und Alcalá fuhr. Um die Menschenmassen zu bewältigen, aktivierte die Stadtverwaltung einen Mobilitätsplan der Stufe 2: Wichtige Hauptverkehrsstraßen wurden von 18:00 bis 23:00 Uhr gesperrt, das Parken am Straßenrand eingestellt und über 40 EMT-Buslinien umgeleitet, darunter auch der Exprés Aeropuerto, der von Geschäftsreisenden genutzt wird. Die Metro de Madrid erhöhte die Taktfrequenz auf den Linien 1, 2, 3 und 4, schloss jedoch die Station Banco de España von 18:00 Uhr bis Betriebsschluss. Die Cercanías-S-Bahnen fuhren durch den Recoletos-Tunnel mit Geschwindigkeitsbegrenzungen, und Taxistände rund um den Prado und den Paseo de Recoletos wurden vorübergehend verlegt. Der regionale Verkehrsverbund CRTM veröffentlichte Echtzeit-Updates, um Reisende über Störungen im Nahbereich zu informieren, während die Flughafenbehörde Aena ankommende Passagiere bat, eine zusätzliche Stunde für die Fahrt zu den Hotels einzuplanen. Die Aufräumarbeiten und der Abbau der Bühne dauerten bis zum 21. Juli an, was zu weiteren Umleitungen der Tagesbusse und Einschränkungen für Lieferfahrzeuge im Cibeles-Umkreis führte. Geschäftsreisemanager berichteten von verpassten Abendflügen und rieten ihren Mitarbeitern, statt des überfüllten Knotenpunkts Sol die Bahnhöfe Chamartín oder Nuevos Ministerios zu nutzen. Da Spanien von 2026 bis 2028 gleich drei Finsternisse ausrichtet und im Oktober ein weiteres Großereignis (der Papstbesuch) ansteht, kündigt die Stadtverwaltung an, das Mobilitätskonzept der WM zu wiederholen. Arbeitgeber, die Umzüge, Möbeltransporte oder VIP-Besuche während künftiger Großveranstaltungen planen, sollten nun mit nächtlichen Straßensperrungen und Hotel-Notfallplänen rechnen.
Quelle: El País / CRTM
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