
Arbeitskämpfe bei Airbus in sechs spanischen Werken spitzen sich am 21. Juli zu: Die Versammlungen der Gewerkschaften UGT, CGT, SIPA, ATP und UTIL stimmten dafür, den bis zum 31. Juli geplanten rollierenden Streik ab dem 24. August in einen unbefristeten Streik umzuwandeln. Dieser Schritt erfolgte, nachdem die Mehrheit der Gewerkschaften ein Managementangebot von bis zu 12 Prozent Lohnerhöhungen für 2026-27 sowie eine teilweise Lockerung der Homeoffice-Beschränkungen ablehnte. Obwohl der Konflikt vor allem um Löhne und Arbeitsbedingungen in der Produktion geht, hat er erhebliche Auswirkungen auf die globale Mobilität. Die Airbus-Standorte in Getafe, Illescas, Sevilla und Albacete beherbergen monatlich Hunderte ausländische Ingenieure und Lieferantenvertreter. Ein längerer Stillstand würde Reisepläne durcheinanderbringen, Visumsentsendungen verzögern und Wohnungsverträge für Projektteams, die im Spätsommer rotieren sollen, erschweren. Auch Fluggesellschaften könnten indirekt betroffen sein: Getafe produziert wichtige Bauteile für die A320neo- und A350-Familien; Produktionsausfälle könnten Lieferpläne und Flottenplanungen beeinträchtigen, an denen üblicherweise Kunden-Teams vor Ort beteiligt sind. Mobilitätsabteilungen von Airlines mit Flugzeugbestellungen sollten Notfallpläne prüfen und sich auf kurzfristige Reisen nach Toulouse oder Hamburg einstellen, falls die spanischen Werke schließen. Rechtlich löst ein unbefristeter Streik in Spanien die Pflicht zur Mindestversorgung aus. Arbeitgeber müssen für internationale Entsandte die Erlaubnis beantragen, Streikposten zu passieren, und einige Betriebsräte verlangen eine 48-stündige Vorankündigung für externe Besucher. Unternehmen mit Expatriates sollten diese über lokale Streikregeln und Sicherheitsmaßnahmen informieren. Die Verhandlungen werden voraussichtlich unter Vermittlung der nationalen Arbeitsaufsicht fortgesetzt. Sollte bis zum 24. August keine Einigung erzielt werden, müssen globale Mobilitätsteams mit kurzfristigen Reiseabsagen, Hotelumbuchungen und möglichen Visumsänderungen für Nicht-EU-Spezialisten bei Airbus Spanien rechnen.
Quelle: Cinco Días
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