
Das Update der Reisewarnung Kanadas für Mosambik vom 22. Juli (14:05 ET) ist eindeutig: Die Provinz Cabo Delgado und zwei Bezirke des benachbarten Nampula stehen nun unter „Reisen unbedingt vermeiden“, während die Stadt Pemba auf „nicht notwendige Reisen vermeiden“ herabgestuft wurde. Diese Änderung basiert auf Erkenntnissen, dass mit dem Islamischen Staat verbundene Aufständische ihre Angriffe auf Dörfer und Konvois wieder aufgenommen haben und die LNG-Anlage von TotalEnergies in Afungi bedrohen. Für kanadische Bergbau- und Bauunternehmen, von denen viele über Maputo reisen, erschwert die ausgeweitete rote Zone die Rotation der Arbeitskräfte. Hubschraubertransfers von Pemba zu Offshore-Plattformen müssen nun Flugpläne direkt beim mosambikanischen Militär einreichen, um Fehlidentifikationen zu vermeiden, und die Kosten sind laut lokalen Chartervermittlern innerhalb von 48 Stunden um 30 Prozent gestiegen. Lieferketten-Teams sollten mit zusätzlichen Versicherungsaufschlägen für den Straßentransport auf den Korridoren N14 und EN8 zur tansanischen Grenze rechnen. Lebensmittel-Lieferanten für humanitäre Organisationen berichten, dass Kühltransporter bereits bewaffnete Begleitung benötigen, was pro Fahrt zusätzliche 900 US-Dollar kostet. Die Warnung weist zudem auf zunehmende Kriminalität entlang der Landgrenze zu Südafrika hin – ein oft unterschätztes Risiko für kanadische Überlandfahrer, die Ausrüstung aus Durban exportieren. Fahrern wird geraten, nur bei Tageslicht zu fahren und die Fahrerkabinen stets verschlossen zu halten. Angesichts der erhöhten Bedrohung sollten Organisationen sicherstellen, dass ihre Entführungs- und Lösegeldversicherung auch Gebiete unter Kontrolle von Aufständischen abdeckt und Krisenmanagement-Protokolle mit den örtlichen Botschaften überprüfen.