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Ministerrat verabschiedet Gesetzesentwurf gegen ausländische Online-Einmischung mit extraterritorialer Wirkung

Juli 23, 2026
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Ministerrat verabschiedet Gesetzesentwurf gegen ausländische Online-Einmischung mit extraterritorialer Wirkung
Am 22. Juli 2026 hat der französische Ministerrat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Richter befugt, groß angelegte Desinformationskampagnen schnell zu stoppen, wenn diese „die Integrität der Nation oder die Sicherheit französischer Staatsbürger im In- und Ausland“ bedrohen. Der vom Innenministerium vorangetriebene Entwurf schafft ein Eilverfahren, das von Staatsanwälten oder jeder berechtigten Person – einschließlich französischer Unternehmen mit Auslandspersonal – vor einer speziell eingerichteten Justizkammer eingeleitet werden kann. Gerichte können Internetdienstanbieter und Hosting-Plattformen weltweit anweisen, beanstandete Inhalte innerhalb weniger Stunden zu sperren oder aus Suchergebnissen zu entfernen. Bei Nichtbefolgung drohen Bußgelder von bis zu 4 Millionen Euro, die bei Wiederholung verdoppelt werden können.

Ministerrat verabschiedet Gesetzesentwurf gegen ausländische Online-Einmischung mit extraterritorialer Wirkung


Obwohl das Gesetz vor allem der nationalen Sicherheit dient, hat es deutliche Auswirkungen auf die Mobilität. Multinationale Unternehmen nutzen häufig unternehmenseigene Social-Media-Kanäle, um reisende Mitarbeiter in Krisensituationen zu informieren; das Gesetz stellt sicher, dass gefälschte oder manipulierte Reisehinweise, die sich gegen französische Staatsbürger richten, schnell neutralisiert werden können. Zudem wird das bestehende „Anti-Manipulations“-Gesetz von 2018 – bisher nur für Wahlperioden gültig – auf alle Situationen ausgeweitet, in denen dringende ausländische Einmischung vorliegt. Dies umfasst Fehlinformationen zu Visabestimmungen, Grenzschließungen oder Gesundheitsmaßnahmen, die Reisende in Schwierigkeiten bringen könnten.

Kritiker befürchten eine extraterritoriale Wirkung und mögliche Konflikte mit den Meinungsfreiheitsstandards anderer Rechtsordnungen. Die Regierung betont jedoch, dass der Entwurf die Meinungsfreiheit mit dem Schutz der Bürger und demokratischer Prozesse in Einklang bringt und weist darauf hin, dass gerichtliche Anordnungen innerhalb von 24 Stunden vor dem Berufungsgericht angefochten werden können. Sollte das Gesetz im Herbst in Kraft treten, müssen Unternehmen einen rechtlichen Vertreter benennen, der Gerichtsbeschlüsse entgegennimmt und die schnelle Umsetzung über alle globalen Web-Domains sicherstellt – ein neuer Punkt auf der Checkliste für französische Mobility-Manager.
Quelle: info.gouv.fr – Conseil des ministres

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