
Ein am 22. Juli 2026 von Santé publique France veröffentlichter nationaler Bericht liefert die erste umfassende Bewertung der tödlichen Hitzewelle, die das Land zwischen dem 17. Juni und 2. Juli heimsuchte. Mithilfe von Standesamtsdaten schätzen Epidemiologen 3.381 Übersterblichkeiten – ein Wert, der 27 % höher liegt als bei der vergleichbaren Hitzewelle 2025 – und stellen fest, dass 98,5 % der Einwohner des französischen Festlands mindestens drei aufeinanderfolgende Tage über den lokalen Hitzealarmgrenzen erlebten. Die Île-de-France verzeichnete mit 1.999 Übersterblichkeiten (+81 %) die höchste absolute Zahl, gefolgt von Auvergne-Rhône-Alpes und Nouvelle-Aquitaine. Während ältere Menschen weiterhin am stärksten gefährdet sind, weist der Bericht auf einen deutlichen Anstieg der Opfer im erwerbsfähigen Alter hin, von denen viele im Freien oder in nicht klimatisierten Lagern arbeiteten. Internationale Unternehmen aus den Bereichen Logistik und Bau werden aufgefordert, Schichtpläne und Hydrationsprotokolle zu überarbeiten; Arbeitsinspektoren werden im August stichprobenartige Kontrollen durchführen. Für globale Mobilitätsteams sind die Erkenntnisse in zweierlei Hinsicht relevant. Erstens behandeln Versicherer „extreme Hitze“ bereits als benannte Gefahr; die Prämien für medizinische Auslandskrankenversicherungen in Frankreich könnten bei der nächsten Verlängerung um bis zu 12 % steigen. Zweitens müssen Inhaber von Visa für temporäre Einsätze einen Nachweis über ausreichenden Gesundheitsschutz erbringen – teurere Policen könnten die Einsatzbudgets erhöhen. Das Gesundheitsministerium bekräftigte seine Empfehlungen für Reisende: Outdoor-Aktivitäten vor 11:00 Uhr oder nach 18:00 Uhr planen, täglich mindestens drei Stunden in klimatisierten Räumen verbringen und bei den ersten Anzeichen eines Hitzschlags die Notrufnummer 15 wählen. Die Regierung beschleunigt zudem den landesweiten Ausbau gekühlter „Inseln“ in großen Bahnhöfen, darunter Gare Montparnasse und Lyon Part-Dieu, um durchreisende Fahrgäste zu schützen.
Quelle: Santé publique France
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Frankreich.Mehr von Frankreich
Alle anzeigen
Australische Reisehinweise warnen vor verschärften Grenzkontrollen an Land und bevorstehendem Start des EES in Frankreich
Ministerrat verabschiedet Gesetzesentwurf gegen ausländische Online-Einmischung mit extraterritorialer Wirkung