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Irisch geführte EU-Arbeitsgruppe strebt stärkere konsularische Krisennetzwerke an

Juli 23, 2026
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Irisch geführte EU-Arbeitsgruppe strebt stärkere konsularische Krisennetzwerke an
Im Rahmen der sechsmonatigen Ratspräsidentschaft Irlands leitete Dublin am 22. Juli 2026 in Brüssel die Arbeitsgruppe für konsularische Angelegenheiten (COCON). Vertreter aller 27 Mitgliedstaaten kamen zusammen, um die Pläne für ein stärker integriertes EU-Krisenreaktionssystem voranzutreiben. Dieses soll es Botschaften ermöglichen, Personal zu bündeln, sichere Daten auszutauschen und gemeinsame Evakuierungsflüge zu organisieren, wenn Staatsangehörige im Ausland von Naturkatastrophen oder Unruhen betroffen sind. Irische Diplomaten stellten ein Diskussionspapier vor, das ein „Gemeinsames EU-Krisenregister“ vorschlägt – eine Echtzeit-Datenbank für im Ausland befindliche Bürger, die Flugdaten (API-Feeds) und freiwillige App-Check-ins integriert. Das Register würde automatische SMS-Warnungen auslösen und jeder EU-Botschaft vor Ort erlauben, Notreisedokumente auszustellen – ähnlich der Unterstützung, die irische Vertretungen bereits nach Artikel 23 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU für andere EU-Bürger leisten. Die Mitgliedstaaten begrüßten die Idee grundsätzlich, äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Finanzierung. Deutschland und die Niederlande forderten strikte Datenminimierung, während Griechenland und Spanien Klarheit über die Kostenverteilung für gecharterte Evakuierungsflüge verlangten. Irland schlug vor, auf die neue EU-Zivilschutzreserve in Höhe von einer Milliarde Euro zurückzugreifen und bot an, während der Zyklonsaison im Indischen Ozean im kommenden Winter ein „virtuelles Konsulat“ als Pilotprojekt zu testen. Für irische Unternehmen mit großen mobilen Belegschaften verspricht die Initiative schnellere Hilfe für Mitarbeiter in Risikogebieten und könnte es künftig ermöglichen, dass ein irischer Expatriate Dokumente beispielsweise bei einer französischen Botschaft erhält, wenn die lokale irische Vertretung mehrere Stunden entfernt ist. Zudem ergänzt das Vorhaben den Trend zur Zentralisierung des Reisemanagements in globalen Mobilitätsprogrammen. Ein formeller Gesetzesvorschlag wird bis Dezember erwartet, wobei Irland anstrebt, vor der Übergabe der Präsidentschaft an Italien am 1. Januar 2027 eine politische Einigung zu erzielen. Personal- und Mobilitätsmanager sollten im September eine EU-Konsultation im Blick behalten, die Unternehmensmeinungen zu Datenfeeds und Arbeitgeberverantwortung bei der Registrierung von Reisenden einholen wird.
Quelle: Council of the European Union – Meetings calendar

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