
Die Behörden in Guangdong, Hongkong und Macau haben am 26. Juli um 12:40 Uhr die Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke (HZMB) sowie die zugehörigen Grenzstationen wieder geöffnet, nachdem sie aufgrund des Taifuns Hongxia vorsorglich über Nacht geschlossen worden waren. Die 55 Kilometer lange Meeresüberquerung ist die wichtigste Verkehrsader der Greater Bay Area (GBA) und wird täglich von mehr als 8.000 Autos und Bussen genutzt. Die Wiederinbetriebnahmeteams überprüften Dehnungsfugen, Windscherungssensoren und Fahrspurkontrollsysteme, bevor sie die Freigabe erteilten. Die Verkehrsbehörden setzten zunächst eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h durch und untersagten Lkw mit hohem Aufbau, bis die Seitenwinde unter 40 km/h sanken. Die Schließung hatte spürbare Auswirkungen auf regionale Hersteller, die auf regelmäßige „Milk-Run“-Lieferungen von Bauteilen zwischen Zhuhai, Dongguan und dem Logistikzentrum des Flughafens Hongkong angewiesen sind. Spediteure berichteten, dass sie Umwege über die Humen-Brücke und die Landgrenzübergänge in Huanggang nehmen mussten, was die Fahrzeit um 3 bis 4 Stunden verlängerte. Mit der Wiedereröffnung der Brücke rechnet das Tourismusbüro der Regierung von Macau damit, dass verschobene Wochenend-Tourgruppen aus Jiangmen und Foshan ihre Reisen fortsetzen und so die Rolle der GBA als nahtloses Tourismus- und Wirtschaftsnetzwerk stärken. Unternehmen, die Geschäftsreisen oder den Umzug von Haushaltsgütern über die Brücke planen, sollten weiterhin die Wetterwarnungen im Auge behalten; die Verkehrsbehörden aller drei Regionen haben sich darauf verständigt, ein koordiniertes Warnsystem aufrechtzuerhalten, das bei Überschreiten sicherer Windgeschwindigkeiten zweisprachige SMS-Benachrichtigungen versendet.
Quelle: Macao Transport Bureau (DSAT)