
Das brasilianische Verteidigungsministerium berichtete am 27. Juli 2026, dass in der jüngsten Phase der Operation Ágata Arco Sul-Sudeste fast sechs Tonnen Drogen und 30,5 Millionen R$ Schmuggelware an den Grenzen von Paraná, Santa Catarina und Rio Grande do Sul beschlagnahmt wurden. Die gemeinsame Einsatztruppe – bestehend aus Heer, Marine, Luftwaffe, Bundespolizei, Bundesstraßenpolizei und Receita Federal – stellte zudem Fahrzeuge, Schnellboote, Smartphones und E-Zigaretten sicher. Obwohl der Schwerpunkt auf der Bekämpfung organisierter Kriminalität liegt, werden auch die Kontrollen an kleineren Grenzposten wie Dionísio Cerqueira (SC-AR/ARG) und Uruguaiana (BR-ARG) verschärft. Logistikunternehmen berichten bereits von längeren Kontrollzeiten bei grenzüberschreitenden Bussen und Kurierfahrzeugen. Die Operation Ágata ist Teil des Integrierten Grenzschutzprogramms Brasiliens (PPIF) und wird traditionell vor großen Feiertagen verstärkt, um den Schmuggel zu unterbinden. In diesem Jahr testen die Behörden Drohnen mit Gesichtserkennungssoftware sowie Satellitenbilder des Amazonas-Überwachungssystems (SIVAM), um abgelegene Flussübergänge zu überwachen. Arbeitgeber mit Mitarbeitern, die über die Grenzen Argentinien-Brasilien oder Paraguay-Brasilien pendeln, sollten in den kommenden Wochen mehr Zeit für Einreise- und Zollformalitäten einplanen und ihre Fahrer daran erinnern, vollständige Frachtpapiere und Ausweise mitzuführen.
Quelle: Ministry of Defence – Brazil