
Die Bundesfernstraßenpolizei Brasiliens (PRF) meldete ein ereignisreiches Wochenende auf den Straßen BR-401 und BR-174 in Roraima im Rahmen der laufenden **Operação Fronteira**. Der spektakulärste Fund waren 176 iPhones der neuesten Generation, die aus Lethem, Guyana, in Richtung Manaus geschmuggelt wurden. Die Geräte waren in einem Privatfahrzeug versteckt, das versuchte, die offiziellen Zollstellen zu umgehen. Der Fahrer, ein 40-jähriger Ausländer mit Vorstrafen wegen Schmuggels, wurde an die Bundespolizei übergeben. Die Beamten nahmen zudem einen national gesuchten Mordverdächtigen fest, beschlagnahmten eine nicht lizenzierte 9-mm-Pistole und bearbeiteten mehrere Fälle von Trunkenheit am Steuer sowie Drogenbesitz. Die Operation verdeutlicht den Wandel der PRF von einer rein verkehrssicherheitsorientierten Behörde hin zu einer umfassenden Grenzsicherheitskontrolle – ganz im Sinne der Strategie des Justizministeriums, Bundesfernstraßen als zweite Verteidigungslinie nach den Landgrenzübergängen zu nutzen. Für Unternehmen, die Waren oder Personal zwischen Boa Vista und Georgetown transportieren oder Bergbau- und Energieprojekte entlang der Grenze betreiben, bedeutet die Verschärfung **verstärkte Kontrollen von Nutzfahrzeugen und Reisebussen**. Logistikmanager sollten sicherstellen, dass Rechnungen und Importdokumente lückenlos sind, da unvollständige Frachtpapiere zunehmend zu Verzögerungen im Binnenhafen von Boa Vista führen. Mit dem geplanten Baubeginn der Guyana-Brasilien-Brücke noch in diesem Jahr rechnen Experten damit, dass PRF und Receita Federal solche gemeinsamen Kontrollen ausweiten werden. Beteiligte sollten lokale Zollagenten einbinden und mögliche Verzögerungen in ihre Projektpläne einkalkulieren.
Quelle: Imediato Online