
Eine weitere Anfrage vom 31. Juli 2026 im r/SchengenVisa-Forum zeigt erneut die anhaltende Verwirrung darüber, welches Land ein Schengen-Visum ausstellen soll, wenn die Reiseroute eine Übernachtbusfahrt zwischen Portugal und Spanien auf dem Weg nach Belgien umfasst. Der Fragesteller fragt sich, ob er das Visum bei Portugal, Spanien oder Belgien beantragen soll, da mehrere Übernachttransits stattfinden. Laut Artikel 5 des Visakodex muss das Visum bei dem Land beantragt werden, das den Hauptzweck der Reise darstellt oder, falls dieser nicht eindeutig ist, bei dem Land mit dem längsten Aufenthalt. Sind die Aufenthaltsdauern gleich, gilt das Land der ersten Einreise. Übernachtbusfahrten erschweren die Berechnung, da die Zeit im fahrenden Fahrzeug dem Land zugerechnet wird, dessen Gebiet der Reisende um Mitternacht gerade durchquert. Für Geschäftsreisende, die nach einer Iberien-Rundreise an einem kurzen Seminar in Brüssel teilnehmen, akzeptieren belgische Konsulate Visumanträge, wenn Belgien der Hauptzweck der Reise ist, auch wenn der Aufenthalt dort zeitlich kürzer ist. Antragsteller sollten Einladungsschreiben zur Konferenz, Hotelbuchungen und Busfahrkarten mit Grenzübertrittszeiten beifügen. Mit dem Start der ETIAS-Vorabgenehmigung noch in diesem Jahr wird die Klarheit über das Hauptreiseziel entscheidend, da das System die Risikobewertung elektronisch an den „verantwortlichen“ Mitgliedstaat weiterleitet. Reiseplaner sollten Busfahrpläne mit den Schengen-Grenzen abgleichen und einfache Übersichten erstellen, um die Visumslogik bei Konsulatsgesprächen zu untermauern.
Quelle: Reddit r/SchengenVisa
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