
Sechs Wochen nach der Warnung des Passamts vor saisonalen Rückständen erleben Antragsteller weiterhin unvorhersehbare Bearbeitungszeiten. Ein Erstbewerber, der seine Unterlagen am 4. Juni eingereicht hatte, berichtete am 1. August, dass der Pass erst am 29. Juli gedruckt wurde – zwei Wochen nach dem ursprünglich geplanten Termin – und am Morgen eines Abflugs nach Spanien ankam. Während einzelne Erfahrungsberichte variieren, zeigt ein Subreddit, das Passbearbeitungszeiten verfolgt, dass Standard-Online-Anträge im Durchschnitt 6 bis 8 Wochen dauern, statt der beworbenen drei Wochen. Behörden geben an, dass der Hauptengpass die separate Produktionslinie für die Passkarte ist – ein optionales, kreditkartengroßes Reisedokument –, deren System-Upgrade im Mai eine Versandwarteschlange verursacht hat. Antragsteller, die sowohl Passbuch als auch Karte bestellt haben, erhalten ihr Passbuch zwar zügig, die Kartenerstellung verzögert sich jedoch um bis zu einen Monat, was die Rückgabe der unterstützenden Dokumente verzögert. Das Außenministerium informierte die Beteiligten im letzten Monat, dass sich das System-Upgrade „Anfang August stabilisieren“ werde, hat jedoch keine neue Mitteilung herausgegeben. Für globale Mobilitätsteams, die Mitarbeiter nach Irland entsenden oder abziehen, bedeutet die Volatilität, dass Checklisten vor der Entsendung nun einen Puffer von mindestens vier Wochen über die veröffentlichten Serviceziele hinaus enthalten sollten – insbesondere für Angehörige, die erstmals einen Pass benötigen. Arbeitgeber mit Pendlern zwischen Belfast und Dublin sollten zudem beachten, dass das neue Passamt in Belfast – angekündigt für 2025 – erst Ende 2026 eröffnet wird, sodass Antragsteller aus Nordirland weiterhin in der nationalen Warteschlange verbleiben. Reiseversicherer melden in diesem Sommer einen Anstieg der Schadensmeldungen um 12 % aufgrund verspäteter Passausstellung, und Reiseveranstalter empfehlen Kunden, bei kurzfristigen Reisen den Premium-Eilservice (nur in Dublin und Cork verfügbar) zu nutzen. Dieser Premium-Service kann jedoch keine Fälle aus dem Foreign Births Register oder Erstbewerber unter 18 Jahren bearbeiten, was viele Familien vor begrenzte Optionen stellt. Bis das System stabil läuft, empfehlen Mobilitätsberater: 1) Online-Verlängerungen mindestens drei Monate vor Reiseantritt einzureichen; 2) bei nahenden Reisen keine kombinierten Buch- und Kartenbestellungen aufzugeben; und 3) digitale Kopien der Antragsbestätigung und Reiseroute aufzubewahren, um bei Bedarf die Eskalation über den Web-Chat des Passamts zu erleichtern.
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