
Eine befristete Regelung, die seit 2019 bestimmten Flüchtlingen erlaubte, nicht angemeldete Familienmitglieder zu sponsern, lief am 10. September aus. Die Regierung begründet das Ende der Maßnahme mit nicht näher genannten „möglichen Integritätsbedenken“. Die Ausnahmeregelung war 2023 erneuert worden, nachdem ein Abteilungs-Memo von einem „minimalen Risiko“ sprach und eine Zustimmungsrate von 90 % bei rund 2.000 Anträgen verzeichnete. Flüchtlingshelfer warnen, dass die plötzliche Abschaffung die Trennung von Familien verlängern wird, da humanitäre und mitfühlende Anträge – die Alternative – Wartezeiten von über zehn Jahren mit sich bringen. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass die Entscheidung besonders LGBTQ+-Flüchtlinge und Eltern neu entdeckter Kinder benachteiligen könnte, da diese Gruppen häufig auf die Ausnahmeregelung angewiesen sind. Zudem wird kritisch hinterfragt, ob die zunehmende Automatisierung der Bearbeitung durch IRCC Antragsteller, die ehrliche Fehler in den ursprünglichen Formularen machen, unbeabsichtigt benachteiligen könnte. Für Unternehmen, die in der Flüchtlingssponsoring oder der sozialverantwortlichen Unternehmensumsiedlung tätig sind, erschwert das Auslaufen der Regelung die Planung. Organisationen sollten rechtlichen Rat einholen, um alternative Wege zu prüfen, etwa einmalige humanitäre Anträge oder Provinzprogramme, die unter bestimmten Bedingungen Familienzusammenführungen ermöglichen.
Quelle: CityNews / Canadian Press