
Ab dem 15. September dürfen Inhaber eines französischen Reisepasses, die im Rahmen des langjährigen visafreien Programms nach Thailand einreisen, nur noch 30 Tage bleiben statt bisher 60 Tage, wie eine aktualisierte Mitteilung von France Diplomatie bestätigt. Diese Regel gilt für Einreisen per Flugzeug, Landweg und Seeweg und begrenzt zudem die Anzahl der visafreien Landgrenzübertritte auf zwei pro Kalenderjahr. Überschreitungen der Aufenthaltsdauer werden mit Geldstrafen oder Ausweisung geahndet. Die Änderung spiegelt die verstärkte Einwanderungskontrolle in Bangkok wider, die seit August Behörden befugt, Abschiebungen bei Verstößen gegen die öffentliche Ordnung zu beschleunigen. Zudem steht die Maßnahme im Zusammenhang mit der Einführung der Thailand Digital Arrival Card (TDAC) im Jahr 2025, die nun für alle Ausländer spätestens drei Tage vor Einreise verpflichtend ist. Französische Unternehmen, die Personal nach Bangkok oder Phuket entsenden, müssen ihre Einsatzpläne anpassen und sicherstellen, dass Geschäftsreisen 30 Tage nicht überschreiten, sofern kein entsprechendes Visum vorliegt. Für französische Staatsbürger, die im Rahmen von Remote-Arbeit in Thailand tätig sind, wird das SMART-Visum oder das Non-Immigrant-B-Visum unerlässlich. Es wird empfohlen, die Bedingungen der Reiseversicherung zu prüfen, da diese oft an einen legalen Aufenthaltsstatus gebunden sind. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter zudem vor aufeinanderfolgenden „Visa Runs“ warnen, da nur noch zwei visafreie Landgrenzübertritte pro Jahr erlaubt sind. Die Botschaft weist darauf hin, dass ausgewiesene Überzieher über 18 Jahre mit einem Einreiseverbot von bis zu zehn Jahren belegt werden können, was zukünftige Einsätze in ASEAN-Ländern gefährden könnte.
Quelle: France Diplomatie