
Am Abend des 15. September 2026 marschierten rund 20.000 Polizisten, angeführt von der Gewerkschaft Alliance Police Nationale, von den Champs-Élysées zur Nationalversammlung. Während sich die Kundgebung vor allem auf stagnierende Gefahrenzulagen und Karriereblockaden konzentrierte, verbanden die Redner wiederholt die Unterfinanzierung mit den zunehmenden Aufgaben, insbesondere den Grenzsicherheits-Einsätzen in Roissy, Orly und an der Kanalküste. Nach einem Treffen mit Innenminister Laurent Nuñez erklärte Gewerkschaftschef Fabien Vanhemelryck, die Regierung zeige „Aufgeschlossenheit“, bat jedoch um „ein paar Tage“, um einen Antwortplan zu erarbeiten. Beobachter erwarten ein Maßnahmenpaket, das Gehaltsanpassungen mit gezielten Neueinstellungen – möglicherweise 500 zusätzliche Stellen bei der Grenzpolizei – kombiniert und noch vor den Polizeiwahlen im Dezember vorgestellt wird. Für Geschäftsreisende ist der Streit relevant, da frühere protestbedingte Gehaltsaktionen zu Arbeitsniederlegungen führten, die die Sicherheitskontrollen am Pariser Flughafen CDG verlangsamten. Die Reise-Risikoberatung Anvil Group empfiehlt Firmenreiseleitern, die Entwicklungen genau zu verfolgen und an Spitzentagen frühere Zeitfenster für Fast-Track-Sicherheitsdienste zu buchen. Ein längerer Stillstand könnte zudem die innerfranzösischen Grenzkontrollen erschweren, die derzeit bis zum 31. Oktober gemäß Schengen-Regelung verlängert sind. Eine geringere Polizeipräsenz würde die Flughafenbetreiber zwingen, privates Sicherheitspersonal umzudisponieren, was die Kosten erhöhen und möglicherweise auf die Passagiere umgelegt werden könnte.
Quelle: Euronews
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