
Eurostar veröffentlichte am Dienstag, den 15. September um 17:40 Uhr MEZ eine aktuelle Service-Mitteilung mit der Warnung vor „möglichen Verspätungen von bis zu 30 Minuten“ auf Zügen, die zwischen dem 14. und 20. September Nordfrankreich durchqueren, bedingt durch Bauarbeiten der SNCF. Zudem kommt es an den Bahnhöfen Paris Gare du Nord und London St Pancras aufgrund von Überfüllung zu Verzögerungen. Obwohl die meisten Züge weiterhin verkehren, wurden einige Verbindungen kurzzeitig verspätet oder nach Fahrzeugwechseln umgebucht. Eurostar erinnert Reisende daran, dass die Ticketkontrollen 30 Minuten vor Abfahrt schließen (15 Minuten bei Premier-Tickets) und empfiehlt, „ausreichend Zeit“ für die französische Passkontrolle und die Kontrollen der britischen Grenzbehörde einzuplanen, die seit Beginn der biometrischen EES-Tests länger dauern. Reiseveranstalter berichten, dass verpasste Anschlussverbindungen bereits zu Umleitungskosten für hochrangige Geschäftsreisende geführt haben, die Meetings in Brüssel und Amsterdam ansteuern. Nach den EU-Fahrgastrechten (Verordnung 1371/2007) gibt es bei Verspätungen über 60 Minuten eine Entschädigung von 25 % des Fahrpreises, Eurostar bietet jedoch proaktiv kostenlose Umbuchungen innerhalb von sieben Tagen an. Angesichts der Pariser Fashion Week (23.–30. September) und der Ryder Cup in Rom, die die Nachfrage über den Ärmelkanal antreiben, liegen die Auslastungen der Hauptverkehrszeiten bei über 90 %. Unternehmen sollten flexible Tarife oder eine Route über Lille Europe in Betracht ziehen, wo die Grenzkontrollen in Brüssel stattfinden und somit die Staus in Paris vermieden werden. Eurostar kündigt an, die Mitteilung täglich zu aktualisieren; Mobilitätsmanager können sich für stationsspezifische SMS-Benachrichtigungen anmelden. Langfristig überarbeitet Eurostar seinen Fahrplan im Vorfeld der vollständigen Einführung des Entry/Exit-Systems im Jahr 2027, das die Erfassung von Fingerabdrücken zu den bestehenden Ausreisestempeln hinzufügen wird. Geschäftsreisende sollten in diesem Winter mit weiteren „Soft-Launch“-Stresstests rechnen.
Quelle: Eurostar Service Updates