
Die Behörden Nordzyperns bestätigten am 19. September, dass eine gemeinsame Polizeieinheit einen 34-jährigen Drittstaatsangehörigen festgenommen hat, der ohne gültige Aufenthaltserlaubnis auf der Insel lebte und arbeitete. Die Festnahme ist Teil einer verschärften Kampagne, die am 18. September begann und sich gegen illegale Aufenthalte, Menschenhandelsnetzwerke und Dokumentenfälschung richtet. Laut der Erklärung kontrollierten die Beamten 2.122 Fahrzeuge, verhängten 248 Bußgelder und nahmen 24 Fahrzeuge aus dem Verkehr. Bei diesen Kontrollen wurde der Verdächtige identifiziert, der zugab, dass seine Aufenthaltserlaubnis seit über einem Jahr abgelaufen ist. Ihm droht nun die Abschiebung sowie ein administratives Wiedereinreiseverbot von bis zu fünf Jahren gemäß dem Ausländer- und Einwanderungsgesetz. Einwanderungsanwälte sehen in der Aktion ein Signal dafür, dass sowohl die international anerkannte Republik Zypern als auch die de facto Verwaltung im Norden unter Druck stehen, vor der Schengen-Bewertung der Republik im Jahr 2027 strengere Grenzkontrollen nachzuweisen. Überzieher riskieren zunehmend eine sofortige Festnahme statt einer Nachfrist zur Legalisierung ihres Status. Für Arbeitgeber, die grenzüberschreitend oder mit Projekten nördlich der Grünen Linie arbeiten, ergeben sich daraus unmittelbare Konsequenzen. Personalabteilungen sollten die Unterlagen von Expatriates überprüfen, um sicherzustellen, dass Aufenthaltstitel und Sozialversicherungsbeiträge aktuell sind, und entsandte Mitarbeiter daran erinnern, bei Routinefahrten zwischen den Kontrollpunkten Kopien ihrer Genehmigungen mitzuführen. Unternehmen, die Personen ohne gültige Erlaubnis beschäftigen, drohen seit Anfang des Jahres Bußgelder von bis zu 20.000 Euro pro Arbeitnehmer. Das Innenministerium im Süden begrüßte die Maßnahmen und wies darauf hin, dass die irregulären Migrationsströme durch die UN-Pufferzone im ersten Halbjahr 2026 um 18 % gestiegen sind. Die Koordination bei Rückführungen verbessere sich, bisher wurden in diesem Jahr 4.200 freiwillige Ausreisen im Rahmen EU-finanzierter Programme zur Unterstützten Freiwilligen Rückkehr abgewickelt.
Quelle: News KKTC