
Kurz nach Sonnenaufgang am 17. September sollten mehr als 11.000 stundenweise beschäftigte Regierungsangestellte in Zypern die Arbeit niederlegen. Der 24-stündige Streik – angekündigt von den Gewerkschaftsbündnissen SEK, PEO und DEOK – hätte staatliche Krankenhäuser, schulische Unterstützungsdienste, Strände ohne Rettungsschwimmer und vor allem für globale Mobilitätsmanager viele Schalter im Standesamt & Migrationsamt sowie in den Bezirksimmigrationsstellen lahmgelegt. Stattdessen sorgte eine nächtliche Intervention von Präsident Nikos Christodoulides und Finanzminister Makis Keravnos für einen Last-Minute-Waffenstillstand. Die Gewerkschaftsführer stimmten zu, den Streik auszusetzen, nachdem die Regierung neue Verhandlungen für den 28. September zugesagt und signalisiert hatte, das Gehaltsangebot für 2025–2027 verbessern zu wollen. Infolgedessen öffneten die Behörden am Donnerstagmorgen wieder, Krankenhaus-Termine und Schengen-Visum-Fingerabdrucktermine fanden statt, und die Rettungsschwimmer an den Touristenstränden blieben im Dienst. Der Konflikt ist jedoch nicht beigelegt. Die Gewerkschaften betonen, dass die Löhne der stundenweise Beschäftigten in 17 Jahren nur um 1,5 % gestiegen seien, während das Finanzministerium die Kosten der vollen Forderungen auf 50 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren beziffert. Sollten die Verhandlungen scheitern, könnten die Gewerkschaften die Streikpläne wieder aufnehmen – möglicherweise während der Oktober-Halbjahresferien, wenn die Konsular- und Immigrationsanfragen steigen. Für Teams der globalen Mobilität bedeutet die Atempause, dass geplante Abholungen von Aufenthaltstiteln, MEU1/2-Registrierungen für EU-Bürger und Verlängerungen von Pink-Slips diese Woche wie geplant stattfinden können. Dennoch sollten globale Mobilitätsmanager Pufferzeiten in die Einarbeitungspläne der Entsandten einbauen, falls die Arbeitsniederlegungen nach dem 28. September wieder aufgenommen werden. Arbeitgeber sollten zudem reisende Mitarbeiter darauf hinweisen, dass Rettungsschwimmerdienste und einige Notfallfunktionen erneut beeinträchtigt sein könnten, falls die Verhandlungen scheitern. Praktischer Tipp: Bestätigen Sie Termine beim Migrationsamt für die letzte Septemberwoche erneut, verfolgen Sie die Gewerkschaftserklärungen und erinnern Sie die Mitarbeiter daran, digitale Anträge einzureichen, um kurzfristige Absagen bei einem neuen Streik zu vermeiden.
Quelle: KNEWS
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