
Die in Melbourne ansässige Kandel Consultancy veröffentlichte am 7. Oktober einen ausführlichen Blogbeitrag, der die praktischen Auswirkungen der neuen australischen Studentenvisaregelungen analysiert. Das Unternehmen erläutert vier wesentliche Änderungen: die verpflichtende Antragstellung im Ausland für die meisten Verlängerungen, eine erweiterte Liste von Visa-Inhabern, die im Inland ausgeschlossen sind, die Abschaffung des 28-Tage-Fensters für Anträge im Inland sowie strengere Beschränkungen für Angehörige, und bietet einen kostenlosen Online-Checker an, mit dem Studierende ihre Optionen prüfen können. Besonders hervorzuheben ist der Hinweis der Beratung für Inhaber eines Graduate-Visums (Subclass 485): Ein Wechsel zurück zum Studium ist nun im Inland nicht mehr möglich, was Karrierewechselpläne erheblich beeinträchtigen könnte. Zudem weist die Firma auf Lücken in den Richtlinien des Innenministeriums hin, was als „gleichwertiger“ Studiengang gilt, wenn sich der Abschluss aufgrund von COVID-19 oder Schließungen von Bildungseinrichtungen verzögert hat. Da viele Studierende bereits Flüge für die bevorstehenden Sommerferien gebucht haben, könnte die Pflicht, sowohl bei Antragstellung als auch bei der Entscheidung im Ausland zu sein, zu einem Anstieg von Aus- und Wiedereinreisen führen und die Grenzabfertigung zusätzlich belasten. Arbeitgeber, die Mitarbeiter für Teilzeit-MBAs oder berufliche Diplome sponsern, sollten daher mehr Vorlaufzeit in ihre Mobilitätspläne einplanen.
Quelle: Kandel Consultancy