
Das Mobilitätsunternehmen Joinup präsentierte am 14. Oktober erste Ergebnisse seines Corporate Mobility Barometers 2026, noch vor der offiziellen Vorstellung am 21. Oktober in Madrid. Die jährliche Umfrage, basierend auf den Angaben von über 300 spanischen Unternehmen, untersucht, wie Organisationen Geschäftsreisen und Pendelverkehr ihrer Mitarbeitenden steuern. Die diesjährige Ausgabe zeigt, dass 64 % der Firmen CO₂-Budgets für Dienstreisen eingeführt haben – ein deutlicher Anstieg gegenüber 42 % im Jahr 2025. Zudem verknüpft inzwischen jedes dritte Unternehmen Reisegenehmigungen mit Wohlfühl-Kennzahlen wie der maximalen Anzahl an Übernachtungen pro Woche. Dennoch haben erst 27 % Echtzeit-Emissionsdaten in ihre Online-Buchungssysteme integriert, was auf eine Umsetzungslücke hinweist. Der Bericht stellt außerdem fest, dass der Anteil der Bahn an Inlandsdienstreisen dank neuer günstiger Hochgeschwindigkeitsanbieter auf 58 % gestiegen ist, während die Nutzung der „Jugend-Sommerfahrkarten“ in Unternehmen weiterhin gering bleibt. Steigende Unterkunftskosten werden als größtes Hindernis für nachhaltige Reisegestaltung genannt, gefolgt von fragmentierten Daten aus Mitfahr-, Mietwagen- und öffentlichen Verkehrsplattformen. Für Personal- und Mobilitätsverantwortliche bietet das Barometer Benchmarking-Daten und zeigt schnelle Verbesserungsmöglichkeiten auf: etwa die Zentralisierung der Emissionsberichterstattung, die Ausweitung von Wellness-Zuschüssen für Vielfahrer und die Neuverhandlung von Bahn-vor-Flug-Richtlinien mit Travel Management Companies (TMCs). Joinup-CEO Elena Peyró wird beim Event nächste Woche detaillierte Fallstudien von Inditex und Telefónica vorstellen.
Quelle: Empresa Exterior
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