
Irish Ferries hat erneut Verzögerungen auf der Strecke Dublin–Cherbourg gemeldet. Die Abfahrt der M/F Inisheer um 19:30 Uhr am 15. Oktober ab Cherbourg verspätete sich um mehr als vier Stunden, während die heutige Abfahrt um 18:30 Uhr ab Dublin am 16. Oktober bereits mit einer dreistündigen Verspätung angekündigt wurde. Ursache sind raue See im Keltischen Meer, so der Betreiber, der die Check-in-Zeiten verlängert und Umbuchungsmöglichkeiten anbietet. Spediteure, die zeitkritische Pharmazeutika und Technikkomponenten zwischen Irland und Kontinentaleuropa transportieren, sollten eine Umleitung über die Rosslare–Dünkirchen-Verbindung oder die Landbrücke über Großbritannien in Betracht ziehen. Die Verzögerungen kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Viele Unternehmen haben seit dem Brexit ihre Fracht auf direkte EU-Verbindungen verlagert, um Zollkontrollen im Vereinigten Königreich zu umgehen, was die Nachfrage auf der Dublin–Cherbourg-Route stark konzentriert. Die Auslastung lag in diesem Quartal durchschnittlich bei 92 Prozent, sodass kaum Spielraum für Verspätungen besteht. Auch der Passagierverkehr ist betroffen. Da nächste Woche in den meisten Schulen Herbstferien sind, drohen Familien und Reisegruppen Anschlusszüge ab Paris zu verpassen. Reiseleiter raten, die Reisepläne um mindestens einen halben Tag zu puffern und SMS-Benachrichtigungen von Irish Ferries aufmerksam zu verfolgen. Versicherungsmakler weisen darauf hin, dass Entschädigungsansprüche bei Verspätungen nur anerkannt werden, wenn die Reisepläne einen Mindestpuffer von zwei Stunden enthalten; Unternehmen sollten ihre Reiserichtlinien überprüfen, um den Versicherungsschutz der Mitarbeiter sicherzustellen.
Quelle: Irish Ferries