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OECD-Bericht: Einwanderung nach Finnland 2024 um über 10 Prozent gesunken

Nov. 4, 2025
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OECD-Bericht: Einwanderung nach Finnland 2024 um über 10 Prozent gesunken
Die Zuwanderung nach Finnland ist im Jahr 2024 um etwas mehr als ein Zehntel zurückgegangen, wie ein neuer Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, auf den das Nachrichtenportal Verkkouutiset am 3. November hinwies. Der Rückgang beendet eine zweijährige Erholungsphase nach der Pandemie und reiht Finnland unter 13 OECD-Mitgliedstaaten – vor allem in Nord- und Mitteleuropa – ein, in denen die Einwanderungszahlen zweistellig sanken.

Familienzusammenführungen bleiben der Hauptgrund für dauerhafte Migration nach Finnland, während die Zahl der arbeitgebergesponserten Einreisen vor dem Hintergrund eines verlangsamten Wirtschaftswachstums und anhaltender Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt zurückging. Im Gegensatz dazu verzeichneten die USA einen Anstieg der Ankünfte um 20 Prozent, was die unterschiedlichen regionalen Entwicklungen unterstreicht.

OECD-Bericht: Einwanderung nach Finnland 2024 um über 10 Prozent gesunken


Trotz des Rückgangs liegt die Gesamtzuwanderung nach Finnland weiterhin über dem Niveau von 2019. Demografen warnen daher davor, die Zahlen als Anzeichen für eine strukturelle Wende zu interpretieren: „Was wir sehen, ist ein konjunktureller Einbruch, keine demografische Lösung“, erklärt Professor Tuomas Martikainen vom Migrationsinstitut Finnlands. Die rasch alternde Erwerbsbevölkerung Finnlands führt dazu, dass Fachkräftemangel in Branchen wie IT, Gesundheitswesen und Bauwesen weiterhin besteht.

Der Bericht entfacht erneut die Debatte darüber, ob die seit Januar 2024 eingeführten und im Mai 2025 verschärften restriktiveren Visa- und Aufenthaltserlaubnisregelungen der Regierung unbeabsichtigt dringend benötigte Talente am Zuzug hindern. Wirtschaftsverbände argumentieren, dass strengere Prüfungen zwar die nationale Sicherheit stärken, aber lange Bearbeitungszeiten bei arbeitserlaubnisbasierten Genehmigungen die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen.

Für Manager im Bereich globale Mobilität unterstreichen die Daten die Bedeutung frühzeitiger Planung: Unternehmen, die Mitarbeiter nach Finnland entsenden wollen, sollten Aufenthaltsgenehmigungen rechtzeitig vor Projektbeginn beantragen und das neue beschleunigte „Spezialisten-Visum“ Finnlands in Betracht ziehen, das für hochqualifizierte Fachkräfte, die Gehaltsanforderungen erfüllen, eine Entscheidung innerhalb von zwei Wochen verspricht.
Quelle: Verkkouutiset

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