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Flughafen Teneriffa Süd führt biometrisches Ein- und Ausreisesystem der EU ein – Spaniens erster vollständiger Start

Nov. 10, 2025
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Flughafen Teneriffa Süd führt biometrisches Ein- und Ausreisesystem der EU ein – Spaniens erster vollständiger Start
Spanien hat einen entscheidenden Schritt in Richtung vollständig digitaler Grenzen gemacht: Am 9. November um 06:00 Uhr schaltete die Nationalpolizei das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union für alle Nicht-EU-Reisenden am Flughafen Teneriffa Süd (TFS) ein. Der Flughafen ist der erste in Spanien außerhalb von Madrid-Barajas, der vom Pilotbetrieb zur verpflichtenden Nutzung übergeht, und dient damit als frühe Teststation für die sechsmonatige stufenweise Einführung, die die EU an den Schengen-Außengrenzen vorschreibt. Reisende aus Großbritannien, den USA und zahlreichen weiteren Drittstaaten müssen nun an Selbstbedienungskiosken ein Gesichtsfoto aufnehmen lassen und ab 12 Jahren alle vier Fingerabdrücke erfassen, bevor sie einen Grenzpolizisten treffen.

Behörden zufolge soll die Umstellung Betrug reduzieren und automatisch berechnen, wie viele Tage eines 90/180-Tage-Kurzaufenthaltsregel noch verbleiben. Fluggesellschaften bereiten sich derweil auf längere Abfertigungszeiten während der Eingewöhnungsphase vor. Reiseveranstalter für die Kanaren empfehlen ihren Kunden, „mindestens drei Stunden“ vor Abflug am Flughafen zu sein, bis sich Personal und Passagiere an den neuen Ablauf gewöhnt haben.

Flughafen Teneriffa Süd führt biometrisches Ein- und Ausreisesystem der EU ein – Spaniens erster vollständiger Start


Für Unternehmen ist die Einführung besonders wichtig, da Teneriffa Süd jährlich über 11 Millionen Freizeit- und Saisonreisende abwickelt. Die neuen biometrischen Verfahren sollen langfristig Wartezeiten besser planbar machen – entscheidend für die Einsatzplanung von Crews und enge Anschlussflüge zwischen den Inseln. Kurzfristig passen Geschäftsreisemanager ihre Duty-of-Care-Richtlinien an, um mögliche Verzögerungen zu berücksichtigen und darauf hinzuweisen, dass Mitarbeiter gültige und unbeschädigte Reisepässe mitführen müssen, damit Scanner keine Probleme haben.

Auch Anbieter von Grenztechnologie beobachten die Entwicklung genau. Das spanische Innenministerium hat 83 Millionen Euro für das nationale EES-Programm bereitgestellt, und die ersten Leistungsdaten von Teneriffa werden die Beschaffung für die übrigen Flughäfen (Palma, Barcelona, Malaga und Alicante sind als Nächste geplant) beeinflussen. Ein Erfolg hier könnte spanische Systemintegratoren für die Einführung an Land- und Seegrenzen Anfang nächsten Jahres gut positionieren.

Praktischer Tipp: Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, dass die erste EES-Registrierung etwa vier Minuten dauert, Wiederholungen aber nur das Gesicht abgeglichen werden und unter 40 Sekunden liegen. UK-Bürger mit spanischer TIE-Aufenthaltskarte sind weiterhin ausgenommen und können die EU-/EWR-Spuren nutzen, ohne die Kioske zu passieren.
Quelle: Travel and Tour World

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