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COP30, zweite Woche: Belém kämpft mit Ansturm der Delegierten und Mobilitätsproblemen

Nov. 18, 2025
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COP30, zweite Woche: Belém kämpft mit Ansturm der Delegierten und Mobilitätsproblemen
Als die Umweltminister am 17. November zum hochrangigen Segment der COP30 eintrafen, veröffentlichte die brasilianische Präsidentschaft eine fünfseitige „Zusammenfassung“ mit möglichen Wegen zu einer abschließenden Einigung – doch die Verhandlungsagenda ist nur die halbe Geschichte der Mobilität. Der Flughafen Belém verzeichnete am Wochenende mit 45.600 internationalen Ankünften einen Rekord, was die Kapazität der einzigen Start- und Landebahn überforderte und die Gepäckabfertigung auf über 90 Minuten verlängerte. Hoteliers melden eine Auslastung von 98 %, sodass Delegationen, die spät ankommen, auf Unterkünfte in Ananindeua und den Bootshäusern der Combu-Insel ausweichen müssen.

Die brasilianischen Behörden reagierten mit einem Notfall-Mobilitätspaket:
• 24/7 geöffnete Fast-Track-Spuren für diplomatische E-Visa am Flughafen Val-de-Cans bis zum 23. November.
• 200 zusätzliche Shuttlebusse auf drei speziellen „Blauen Zonen“-Korridoren, die den Konferenzort mit den Ausweichhotels verbinden.
• Vorübergehende Kabotage-Ausnahmen, die es ausländischen Charterfluggesellschaften erlauben, Inlandsstrecken nach Manaus und Brasília für Anschlussflüge zu bedienen.

COP30, zweite Woche: Belém kämpft mit Ansturm der Delegierten und Mobilitätsproblemen


Für Geschäftsreisende – darunter Hunderte Führungskräfte aus dem Bereich Nachhaltigkeit – besteht das größte Risiko in der Überlastung der letzten Meile. Die Preise für Fahrdienste sind während der Stoßzeiten um über 300 % gestiegen, und Spediteure warnen vor Verzögerungen bei der Zollabfertigung von Werbematerialien. Reiseberatungen empfehlen bewaffnete Transfers nach Einbruch der Dunkelheit und Flüge mit mindestens sechs Stunden Pufferzeit für Wetter- oder Flugverkehrsverzögerungen zu buchen.

Trotz der angespannten Lage nutzt Brasilien den Gipfel, um ein neues nationales Freiwilligenportal vorzustellen und plant die Digitalisierung der Einreiseformalitäten für künftige Großveranstaltungen. Gelingt der Fast-Track-Pilot, könnte daraus ein dauerhaftes E-Gate-Programm für diplomatische und Geschäftsreisende entstehen, das die für 2025 geplante Wiederaufnahme des E-Visums für Staatsangehörige aus den USA, Kanada und Australien ergänzt.

Delegierte sollten die COP30-Mobilitäts-App herunterladen, um Shuttles in Echtzeit zu verfolgen, und ihre Passdaten vorab registrieren, um die grünen Schnellspuren nutzen zu können. Die Präsidentschaft hat versprochen, alle 12 Stunden ein aktualisiertes Transportbulletin herauszugeben, da die Verhandlungen und der Ansturm auf Flüge aus Belém weiter zunehmen.
Quelle: Climate Home News

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