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Gericht verlängert Frist zur Abschaffung der „Erstgenerationen-Grenze“ bei der Staatsbürgerschaft bis Januar 2026

Nov. 19, 2025
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Gericht verlängert Frist zur Abschaffung der „Erstgenerationen-Grenze“ bei der Staatsbürgerschaft bis Januar 2026
Kanadas langwieriger Streit um die First-Generation Limit (FGL) bei der Staatsbürgerschaft durch Abstammung erhält neuen Aufschub. Am 18. November 2025 gewährte das Oberste Gericht von Ontario Ottawa eine zweimonatige Fristverlängerung – bis zum 20. Januar 2026 – zur Verabschiedung des Gesetzes C-3, das die im Dezember 2023 für verfassungswidrig erklärte FGL aufheben soll.

Die 2009 eingeführte FGL verhindert, dass im Ausland geborene kanadische Staatsbürger ihre Staatsbürgerschaft automatisch an ihre im Ausland geborenen Kinder weitergeben können. In einer globalisierten Wirtschaft, in der Führungskräfte häufig internationale Einsätze annehmen, erschwert diese Regel die Mobilität von Doppelkarriere-Familien und zwingt manche dazu, für ihre Kinder auf temporäre Aufenthaltsvisa zurückzugreifen. Das Gesetz C-3 hat bereits drei Lesungen im Unterhaus und zwei im Senat durchlaufen, befindet sich aber noch in der Ausschussprüfung.

Gericht verlängert Frist zur Abschaffung der „Erstgenerationen-Grenze“ bei der Staatsbürgerschaft bis Januar 2026


Richter Akbarali sprach von „erheblichen Fortschritten“ und deutete sogar an, dass die königliche Zustimmung noch vor der neuen Januar-Frist erfolgen könnte. Die im März 2025 eingeführten Zwischenmaßnahmen gelten weiterhin und erlauben betroffenen Familien, unter Nachweis einer „substanziellen Verbindung“ zu Kanada eine Ermessenszusage zur Staatsbürgerschaft zu beantragen. Unternehmen mit international rotierendem Personal nutzen diese Regelungen bereits, um für während Auslandseinsätzen geborene Kinder kanadische Pässe zu sichern.

Wird das Gesetz C-3 verabschiedet, erhalten im Ausland geborene Kinder der zweiten Generation automatisch die Staatsbürgerschaft, sofern der kanadische Elternteil die noch final zu bestimmenden Wohnsitz- oder Verbindungsnachweise erfüllt. Einwanderungsberater rechnen mit einem Anstieg der Anträge – laut Einwanderungsminister Diab in Zehntausenden, nicht Hunderttausenden –, was die bereits mit einem Rückstau von 21 Prozent belasteten Staatsbürgerschaftsstellen von IRCC zusätzlich fordern könnte.

Praktischer Tipp: Global mobile kanadische Arbeitnehmer mit im Ausland geborenen Kindern sollten den Gesetzgebungsprozess genau verfolgen und jetzt schon die erforderlichen Unterlagen (Nachweis der kanadischen Staatsbürgerschaft des Elternteils, Wohnsitznachweise) bereithalten, um nach Inkrafttreten des Gesetzes schnell Anträge stellen zu können. Arbeitgeber sollten zudem ihre Umzugspolitik überprüfen und gegebenenfalls die Kosten für Staatsbürgerschaftsanträge übernehmen, die bislang von den Familien getragen wurden.
Quelle: CIC News

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