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Letzte Hintertür zum „Goldenen Pass“-Programm Zyperns endgültig geschlossen

Dez. 7, 2025
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Letzte Hintertür zum „Goldenen Pass“-Programm Zyperns endgültig geschlossen
Fünf Jahre nach dem Stopp des von Skandalen überschatteten Programms zur Staatsbürgerschaft durch Investition (CBI) haben zyprische Abgeordnete die letzte gesetzliche Klausel abgeschafft, die dem Kabinett noch erlaubte, in „außergewöhnlichen“ wirtschaftlichen Fällen die Staatsbürgerschaft zu verleihen. Die am 4. Dezember verabschiedete und am 5. Dezember veröffentlichte Änderung beseitigt die ministerielle Ermessensspielraum und beschränkt künftige Einbürgerungen auf den regulären, auf Aufenthalt basierenden Weg gemäß dem Ausländer- und Einwanderungsgesetz.

Zwischen 2007 und der Aussetzung des Programms Ende 2020 stellte Zypern mehr als 7.300 Pässe an Investoren und deren Familien aus, was geschätzte 8 Milliarden Euro an Immobilieninvestitionen einbrachte. Nach einer Undercover-Recherche von Al Jazeera, die mangelhafte Sorgfaltspflichten aufdeckte, leitete die EU Vertragsverletzungsverfahren ein. Obwohl seitdem keine neuen CBI-Pässe mehr vergeben wurden, behielt das Kabinett die Befugnis, Investoren bei „besonderem Beitrag“ einzubürgern – eine Schlupfloch, das Brüssel als Widerspruch zu den EU-Bemühungen zur Eindämmung der Investoren-Staatsbürgerschaft ansah.

Letzte Hintertür zum „Goldenen Pass“-Programm Zyperns endgültig geschlossen


Das neue Gesetz verschärft zudem die Ehren-Einbürgerungen: Kulturelle oder sportliche Persönlichkeiten benötigen künftig entweder ein spezielles Gesetz oder eine individuelle Abstimmung im Parlament. Bereits erteilte Investor-Staatsbürgerschaften bleiben gültig, doch eine spezielle Prüfeinheit überprüft weiterhin frühere Fälle; bei Betrugsverdacht droht der Entzug der Staatsbürgerschaft und Schengen-weite Warnmeldungen.

Für Vermögensberater, Immobilienentwickler und Umzugsmanager bedeutet das Aus des Programms, dass Zypern nicht mehr als besonders schneller Weg zum Pass gilt. Wohlhabende Kunden müssen nun den siebenjährigen Aufenthaltsweg, das Digital Nomad Visum (derzeit auf 1.000 Genehmigungen begrenzt) oder die für 2026 geplante EU Blue Card wählen. Der Immobilienmarkt wird sich voraussichtlich von Luxus-Einzelverkäufen hin zu langfristigen Mietobjekten für Tech-Expats entwickeln.

Politisch ist der Schritt darauf ausgelegt, den Druck der EU-Gerichte vor Zyperns EU-Ratspräsidentschaft 2026 zu verringern und die Bemühungen der Insel um den Beitritt zum Schengen-Raum zu unterstützen. Er signalisiert zudem einen breiteren regionalen Rückzug von Investoren-Staatsbürgerschaftsmodellen, da Brüssel und die OECD die Kontrolle über Mobilitätsprogramme gegen Geld verschärfen.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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