
In einem entscheidenden Schritt zur Schließung der letzten Schlupflöcher im diskreditierten Staatsbürgerschaft-durch-Investition-Programm (CBI) Zyperns hat das Parlament am späten 4. Dezember die gesetzliche Regelung aufgehoben, die dem Ministerrat die Vergabe der zyprischen Staatsangehörigkeit an ausländische Investoren und deren Familien ermöglichte. Die Änderung beseitigt dauerhaft die Ermessensbefugnis der Regierung, die Staatsbürgerschaft – sei es aus Investitionsgründen, als Ehrung oder wegen „besonderer Verdienste“ – zu verleihen, und unterstellt den Einbürgerungsprozess vollständig dem Ausländer- und Einwanderungsgesetz sowie den üblichen Aufenthaltsvorschriften.
Hintergrund: Zwischen 2007 und der abrupten Einstellung im November 2020 wurden im Rahmen des CBI-Programms 7.329 Pässe vergeben (3.522 an Investoren und 3.807 an Angehörige), was schätzungsweise 8 Milliarden Euro in den Immobilien- und Bausektor spülte. Eine verdeckte Recherche von Al Jazeera deckte jedoch gravierende Mängel bei der Due Diligence und politische Einflussnahmen auf, was zu EU-Vertragsverletzungsverfahren sowie Untersuchungen durch den Rechnungshof und eine unabhängige Kommission führte. Obwohl das Programm eingestellt wurde, behielt der Ministerrat die verfassungsmäßige Befugnis, in „Ausnahmefällen“ Staatsbürgerschaften zu vergeben – eine Praxis, die Brüssel als unvereinbar mit EU-Recht zur Investoren-Staatsbürgerschaft ansah.
Wesentliche Bestimmungen:
• Die Befugnis des Ministerrats, Investoren, Ehepartnern oder Kindern die Staatsbürgerschaft zu verleihen, wird aufgehoben; künftige wirtschaftliche Staatsbürgerschaftsprogramme bedürfen eines neuen Parlamentsgesetzes.
• Die Ehrenbürgerschaft (z. B. für kulturelle oder sportliche Verdienste) erfordert künftig ein spezielles Gesetz oder eine individuelle parlamentarische Entscheidung.
• Die Aufhebung unterstützt die laufenden Bemühungen, die EU-Vertragsverletzungsverfahren zu beenden und den visafreien Status zyprischer Pässe gegenüber Drittstaaten wiederherzustellen.
Auswirkungen auf die Wirtschaft: Multinationale Unternehmen, die bisher CBI-Pässe nutzten, um die Mobilität von Führungskräften im Schengen-Raum zu erleichtern, können nicht mehr auf eine beschleunigte Staatsbürgerschaft setzen. Sie müssen auf reguläre Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnisverfahren wie das „Cyprus Digital Nomad Visa“ oder die Genehmigung für hochqualifizierte Beschäftigung zurückgreifen. Immobilienentwickler, die seit 2021 bereits mit einer Verlangsamung zu kämpfen haben, müssen sich stärker auf langfristige Miet- und Gewerbeprojekte statt auf den schnellen Verkauf von Luxuswohnungen konzentrieren. Compliance-Teams sollten ihre Umzugs- und Aufenthaltsplanungsrichtlinien an die Abschaffung der Ermessenseinbürgerung anpassen.
Ausblick: Die Regierung plant, Anfang 2026 eine neue, punktebasierte Investor-Aufenthaltserlaubnis (IRP) vorzulegen, die stärker auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und Technologietransfer als auf reine Kapitalzuflüsse setzt. Unternehmen mit entsandten Mitarbeitern in Zypern sollten die Entwürfe der Konsultationen aufmerksam verfolgen und sich an den bevorstehenden öffentlichen Anhörungen des Migrationsamts beteiligen, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Unternehmensmobilität berücksichtigt werden.
Hintergrund: Zwischen 2007 und der abrupten Einstellung im November 2020 wurden im Rahmen des CBI-Programms 7.329 Pässe vergeben (3.522 an Investoren und 3.807 an Angehörige), was schätzungsweise 8 Milliarden Euro in den Immobilien- und Bausektor spülte. Eine verdeckte Recherche von Al Jazeera deckte jedoch gravierende Mängel bei der Due Diligence und politische Einflussnahmen auf, was zu EU-Vertragsverletzungsverfahren sowie Untersuchungen durch den Rechnungshof und eine unabhängige Kommission führte. Obwohl das Programm eingestellt wurde, behielt der Ministerrat die verfassungsmäßige Befugnis, in „Ausnahmefällen“ Staatsbürgerschaften zu vergeben – eine Praxis, die Brüssel als unvereinbar mit EU-Recht zur Investoren-Staatsbürgerschaft ansah.
Wesentliche Bestimmungen:
• Die Befugnis des Ministerrats, Investoren, Ehepartnern oder Kindern die Staatsbürgerschaft zu verleihen, wird aufgehoben; künftige wirtschaftliche Staatsbürgerschaftsprogramme bedürfen eines neuen Parlamentsgesetzes.
• Die Ehrenbürgerschaft (z. B. für kulturelle oder sportliche Verdienste) erfordert künftig ein spezielles Gesetz oder eine individuelle parlamentarische Entscheidung.
• Die Aufhebung unterstützt die laufenden Bemühungen, die EU-Vertragsverletzungsverfahren zu beenden und den visafreien Status zyprischer Pässe gegenüber Drittstaaten wiederherzustellen.
Auswirkungen auf die Wirtschaft: Multinationale Unternehmen, die bisher CBI-Pässe nutzten, um die Mobilität von Führungskräften im Schengen-Raum zu erleichtern, können nicht mehr auf eine beschleunigte Staatsbürgerschaft setzen. Sie müssen auf reguläre Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnisverfahren wie das „Cyprus Digital Nomad Visa“ oder die Genehmigung für hochqualifizierte Beschäftigung zurückgreifen. Immobilienentwickler, die seit 2021 bereits mit einer Verlangsamung zu kämpfen haben, müssen sich stärker auf langfristige Miet- und Gewerbeprojekte statt auf den schnellen Verkauf von Luxuswohnungen konzentrieren. Compliance-Teams sollten ihre Umzugs- und Aufenthaltsplanungsrichtlinien an die Abschaffung der Ermessenseinbürgerung anpassen.
Ausblick: Die Regierung plant, Anfang 2026 eine neue, punktebasierte Investor-Aufenthaltserlaubnis (IRP) vorzulegen, die stärker auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und Technologietransfer als auf reine Kapitalzuflüsse setzt. Unternehmen mit entsandten Mitarbeitern in Zypern sollten die Entwürfe der Konsultationen aufmerksam verfolgen und sich an den bevorstehenden öffentlichen Anhörungen des Migrationsamts beteiligen, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Unternehmensmobilität berücksichtigt werden.
Quelle: Cyprus Mail