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Belgien bestätigt Einführung von Smartphone-basierten eID-Karten für 2026

Dez. 8, 2025
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Belgien bestätigt Einführung von Smartphone-basierten eID-Karten für 2026
Belgien wird eines der ersten EU-Mitgliedsländer sein, das seinen Einwohnern erlaubt, einen rechtsgültigen Personalausweis auf dem Smartphone mitzuführen. Die Ministerin für Regierungsmodernisierung, Vanessa Matz, erklärte gegenüber The Brussels Times, dass im ersten Halbjahr 2026 ein vollständig digitaler Ausweis in der MyGov.be-App eingeführt wird. Die mobile eID wird alle Funktionen der aktuellen Plastikkarte abbilden: die chipbasierte Unterschrift für den Zugang zu Regierungsportalen, den QR-Code, den Polizisten bei Verkehrskontrollen scannen, sowie den Datenträger, den Schengen-Grenzbeamte bei Flügen innerhalb Europas auslesen.

Für Manager im Bereich globale Mobilität beseitigt diese Neuerung eine der größten Herausforderungen bei der Integration in Belgien. Derzeit müssen neu zugezogene Expats sich bei ihrer Gemeinde anmelden, bis zu drei Wochen auf die Ausstellung der Aufenthaltskarte warten und diese dann persönlich abholen. Nach Aktivierung der digitalen Ausweiskarte können ausländische Mitarbeiter den Wohnsitznachweis wenige Minuten nach der Adressbestätigung herunterladen – was Umzugszeiten verkürzt und Kurierkosten für Arbeitgeber reduziert.

Belgien bestätigt Einführung von Smartphone-basierten eID-Karten für 2026


Das Innenministerium erarbeitet derzeit Richtlinien, damit die Bundespolizei an den Flughäfen Brüssel, Charleroi und Lüttich die App für Reisen innerhalb des Schengen-Raums akzeptiert – nach dem Vorbild des niederländischen DigiD-Pilotprojekts. Gespräche mit Eurostar und Thalys laufen ebenfalls, damit der QR-Code als automatischer Ticketnachweis dient und so das grenzüberschreitende Pendeln für belgische Berufstätige, die zwischen Brüssel, Paris und London pendeln, weiter erleichtert wird.

Sicherheit war ein kritischer Punkt. Das neue System setzt auf gerätebasierte Verschlüsselung, biometrische Entsperrung des Smartphones und einen Backend-Dienst zur Sperrung, mit dem Nutzer ihre digitalen Ausweise bei Verlust des Geräts aus der Ferne löschen können. Datenschutzbehörden bestehen darauf, dass die eID lokal gespeichert wird, ohne zentrale Erfassung der Bewegungsdaten der Bürger. Das Nationale Cyber-Sicherheitszentrum hat Penetrationstests abgeschlossen und wird die Ergebnisse nächsten Monat veröffentlichen.

Unternehmen mit ausländischen Mitarbeitern in Belgien sollten ihre Mobilitätshandbücher aktualisieren, ihre Mitarbeiter zur Installation der MyGov.be-App auffordern und ihre KYC-Prozesse überprüfen – Banken und Krankenkassen werden voraussichtlich die mobile Karte als Standard-Identitätsnachweis für die Fernanmeldung einführen. Anbieter von HR-Informationssystemen arbeiten bereits an API-Schnittstellen, die es Organisationen ermöglichen, Aufenthaltsstatusinformationen direkt aus der Regierungsdatenbank abzurufen und so Echtzeit-Compliance-Meldungen zu ermöglichen.
Quelle: The Brussels Times / VisaHQ

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