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DHS erweitert Telefon- und Social-Media-Kontrollen bei visumfreien Einreisenden an US-Grenzen

Dez. 16, 2025
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DHS erweitert Telefon- und Social-Media-Kontrollen bei visumfreien Einreisenden an US-Grenzen
Reisende, die normalerweise problemlos unter dem Visa Waiver Program (VWP) in die USA einreisen, werden bald der gleichen digitalen Überprüfung unterzogen wie Visuminhaber. Ein am Wochenende vorgestellter Entwurf – bestätigt vom Einwanderungsanwalt Benjamin Green in kanadischen Medien – erlaubt es den Beamten des Customs and Border Protection (CBP), von allen Einreisenden, darunter Bürger aus Kanada, Japan, Großbritannien und 37 weiteren VWP-Ländern, fünf Jahre Social-Media-Verlauf, zehn Jahre E-Mail-Adressen und sämtliche gespeicherte Telefon-Metadaten anzufordern.

Behörden betonen, dass diese Befugnis bereits besteht, doch die neue Regelung macht die Praxis zur Routine statt zur Ausnahme. Kanadier könnten beispielsweise an Landgrenzen aufgefordert werden, ihre entsperrten Handys herauszugeben; das Löschen von Apps oder die Nutzung eines „Wegwerf“-Handys wird als potenzielles Warnsignal gewertet. Die Weigerung, mitzuwirken, bleibt legal, führt aber zu einer sofortigen Einreiseverweigerung.

DHS erweitert Telefon- und Social-Media-Kontrollen bei visumfreien Einreisenden an US-Grenzen


Die Geschäftsreisbranche schlägt Alarm. Die U.S. Travel Association schätzt, dass VWP-Reisende fast 40 Prozent der Ausgaben für internationale Geschäftsreisen in den USA ausmachen. Zusätzliche sekundäre Kontrollen könnten zu verpassten Terminen, engeren Anschlusszeiten und höheren Reiseversicherungsprämien für multinationale Unternehmen führen. Fluggesellschaften, die nur ESTA-geprüfte Passagiere an Bord lassen dürfen, müssen möglicherweise neue Abläufe am Gate einführen, um die Zustimmung der Reisenden zu Geräteüberprüfungen sicherzustellen.

Für Unternehmen besteht die unmittelbare Aufgabe darin, Verhaltenskodizes und Reisebriefings zu aktualisieren: Reisende sollten mit Fragen zu gelöschten Apps, „privaten“ Instagram-Profilen oder verschlüsselten Messenger-Diensten rechnen. Firmen mit strengen IT-Sicherheitsvorgaben (z. B. Verbot von Firmen-E-Mails auf privaten Geräten) müssen Lösungen wie Leihgeräte anbieten, um Konflikte an der Grenze zu vermeiden.

Interessierte haben 60 Tage Zeit, um Kommentare einzureichen, sobald der Vorschlag im Federal Register veröffentlicht wird. Mobilitätsmanager werden aufgefordert, ihre Antworten über Branchenverbände (z. B. GBTA, SHRM) zu koordinieren, um klare Grenzen bei der Datenspeicherung und schnellere Beschwerdeverfahren für abgewiesene Einreisende zu fordern.
Quelle: The Times of India

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