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EU verschärft Schengen-Visabestimmungen für russische Staatsbürger – Belgische Konsulate führen Einreisebeschränkung auf einmalige Einreise ein

Dez. 17, 2025
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EU verschärft Schengen-Visabestimmungen für russische Staatsbürger – Belgische Konsulate führen Einreisebeschränkung auf einmalige Einreise ein
Die Europäische Kommission hat am 16. Dezember stillschweigend neue Beschränkungen eingeführt, die von den meisten russischen Staatsangehörigen, die in Russland ein Schengen-Visum beantragen, verlangen, nur noch Einreise-Visa zu akzeptieren. Diese Maßnahme gilt für die gesamte 27-staatige, grenzfreie Schengen-Zone. Das belgische Außenministerium bestätigte, dass die Konsulate in Moskau und St. Petersburg bereits ihre Terminvorlagen und Gebührenübersichten entsprechend angepasst haben.

Nach den überarbeiteten Vorgaben des Visakodex werden Mehrfacheinreise-C-Visa nur noch in vier Kategorien vergeben: enge Familienangehörige von EU-Bürgern, russische Staatsangehörige mit legalem Wohnsitz in der EU sowie eine eng definierte Gruppe von Transportarbeitern und humanitären Fällen. Belgische Behörden erklärten, dass Ausnahmen weiterhin im Einzelfall möglich sind – etwa für akkreditierte Journalisten. Routine-Geschäftsreisen werden jedoch mit einem „Einreise“-Stempel versehen, der maximal 90 Tage innerhalb eines 180-Tage-Zeitraums gültig ist.

EU verschärft Schengen-Visabestimmungen für russische Staatsbürger – Belgische Konsulate führen Einreisebeschränkung auf einmalige Einreise ein


Für belgische multinationale Unternehmen mit Niederlassungen in Russland oder grenzüberschreitenden Projekten hat dies unmittelbare Folgen. Personal- und Mobilitätsteams müssen nun für jede Reise eines russischen Mitarbeiters zum Hauptsitz in Brüssel oder zu einem EU-Kundenstandort einen neuen Visumstermin vereinbaren, was mindestens zwei Wochen Vorlaufzeit und eine Gebühr von 80 Euro pro Reise bedeutet. Unternehmen, die bisher Einladungsschreiben für einjährige Mehrfacheinreise-Visa ausgestellt haben, müssen ihre Richtlinien und Risikoanalysen für Geschäftsreisen aktualisieren.

Die Kommission begründet die Entscheidung als Teil eines umfassenderen Pakets restriktiver Maßnahmen, die aus Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Russlands anhaltendem Krieg in der Ukraine resultieren. Branchenverbände warnen jedoch, dass die Regelung Wissensaustauschbesuche und saisonale Einsätze erschweren könnte, die für Belgiens Technologie-, Energie- und Ingenieursektoren von zentraler Bedeutung sind. Einige Unternehmen prüfen daher Alternativen wie Remote-Arbeit oder Treffen in Drittstaaten wie Istanbul oder Dubai, um Störungen zu minimieren.

Einwanderungsberater empfehlen belgischen Arbeitgebern, genaue Aufzeichnungen über die Schengen-Tage jedes russischen Reisenden zu führen, um unbeabsichtigte Überschreitungen der Aufenthaltsdauer zu vermeiden. Zudem sollten Mitarbeiter darauf hingewiesen werden, dass Grenzbeamte auch bei gültigem Einreise-Visum Nachweise über Reiseroute und Versicherung verlangen können. Die Konsulate haben unterdessen zugesichert, für Familienzusammenführungen bevorzugte Bearbeitungsschlangen einzurichten, um Rückstaus in der Weihnachtszeit zu vermeiden.
Quelle: Fragomen Immigration Alert

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