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Großbritannien kehrt 2027 zum Erasmus+-Programm zurück und ebnet den Weg für ein umfassenderes Abkommen zur Jugendmobilität

Dez. 17, 2025
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Großbritannien kehrt 2027 zum Erasmus+-Programm zurück und ebnet den Weg für ein umfassenderes Abkommen zur Jugendmobilität
Nach monatelanger stiller Diplomatie stehen das Vereinigte Königreich und die EU kurz davor, die Rückkehr Großbritanniens zum Erasmus+-Studentenaustauschprogramm bekannt zu geben, berichtete die Financial Times am 16. Dezember 2025. Die letzten Streitpunkte betreffen den jährlichen Beitrag des UK – geschätzt auf 120 Millionen Pfund – wobei Brüssel im ersten Jahr einen Rabatt von 30 % anbietet. Die Vereinbarung erfüllt das Wahlversprechen der Labour-Partei, die 2020 abgebrochenen Bildungsbeziehungen wieder aufzubauen, und gilt als vertrauensbildender Schritt hin zu einem umfassenderen Abkommen zur Jugendmobilität, das 18- bis 30-Jährigen ermöglichen könnte, bis zu drei Jahre lang in den jeweiligen Gebieten zu arbeiten und zu reisen.

Die Wiedereingliederung bedeutet, dass britische Studierende wieder an EU-Universitäten zum heimischen Studiengebührensatz studieren und Erasmus-Stipendien erhalten können; umgekehrt werden EU-Studierende unter denselben Bedingungen an britischen Hochschulen willkommen sein. Universities UK und die Russell Group begrüßten diesen Schritt und verwiesen auf Belege, dass Auslandserfahrungen die Einkommenschancen von Absolventen und ihre Sprachkenntnisse verbessern.

Großbritannien kehrt 2027 zum Erasmus+-Programm zurück und ebnet den Weg für ein umfassenderes Abkommen zur Jugendmobilität


Für Manager im Bereich globale Mobilität ergeben sich zwei wesentliche Auswirkungen: Erstens führen Erasmus-Plätze häufig zu direkten Einstellungswegen für Absolventen; Arbeitgeber sollten ihre Strategien für Nachwuchstalente überdenken, um ab 2027 von einem international erfahreneren Bewerberpool zu profitieren. Zweitens könnte das bevorstehende Jugendmobilitätsabkommen kurzfristige innerbetriebliche Versetzungen und Praktika erleichtern und den Visa-Aufwand für junge Mitarbeiter reduzieren.

Unklar bleibt die Zukunft des nationalen Turing-Programms, das Erasmus 2021 ersetzte und weltweite (nicht nur europäische) Austauschprogramme finanziert. Minister deuteten an, dass Turing eher auf außereuropäische Ziele fokussiert werden könnte, anstatt abgeschafft zu werden, doch Überschneidungen im Budget sind wahrscheinlich. Unternehmen sollten 2026 aufmerksam bleiben und sich auf Konsultationen zur neuen Finanzierungsstruktur einstellen.
Quelle: Financial Times

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