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Bulgarien feiert ein Jahr Schengen-Mitgliedschaft – Was das für österreichische Reisende bedeutet

Jan. 2, 2026
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Bulgarien feiert ein Jahr Schengen-Mitgliedschaft – Was das für österreichische Reisende bedeutet
Sofia feiert heute das erste Jubiläum des Beitritts Bulgariens zum schengenfreien EU-Raum – ein Meilenstein, der Reisen und Lieferketten für österreichische Unternehmen entlang der Schwarzmeer-Route deutlich erleichtert. Seit dem 1. Januar 2025 wurden die Grenzkontrollen zu Land, Luft und See zwischen Bulgarien, Rumänien und dem restlichen Schengen-Raum aufgehoben. Dadurch haben sich die durchschnittlichen Lkw-Stauzeiten an der Ruse–Giurgiu-Brücke von zwei Stunden auf unter 25 Minuten verkürzt.

Für österreichische Exporteure zahlt sich die Änderung bereits aus. Automobilzulieferer in der Steiermark berichten, dass Just-in-time-Lieferungen zu Montagewerken in der Nähe von Plovdiv nun 8 bis 12 Stunden schneller ankommen, was Pufferbestände und Lagerkosten reduziert. Auch der Tourismus boomt: Der Verkehr zwischen Wien und Sofia stieg im Sommer 2025 um 28 %, da Städtereisende nahtlose Zugverbindungen zur Schwarzmeerküste ohne zusätzliche Dokumentenkontrollen nutzen konnten.

Bulgarien feiert ein Jahr Schengen-Mitgliedschaft – Was das für österreichische Reisende bedeutet


Dennoch sollten Mobilitätsmanager beachten, dass Bulgarien noch nicht Teil der Eurozone ist. Spesenregelungen müssen den Bedarf an Lev-Bargeld berücksichtigen, und Fahrer müssen bulgarische E-Vignetten weiterhin separat zu den österreichischen Mautpässen erwerben. Zudem sollten Transportunternehmen die geplanten Bauarbeiten an der Donau-Brücke im Mai im Blick behalten, da diese vorübergehend zu einspuriger Verkehrsführung und kleineren Verzögerungen führen könnten.

Österreich, das aus migrationskontrollgründen weiterhin temporäre Grenzkontrollen zu Slowakei und Tschechien durchführt, begrüßt Bulgariens Fortschritte, betont jedoch, dass die Integrität des Schengen-Raums eine konsequente Außengrenzüberwachung erfordert. Wien setzt sich für eine beschleunigte Entsendung von Frontex-Beamten an Bulgariens Grenze zur Türkei ein, um das Vertrauen in die erweiterte Zone zu stärken.

Praktisch bedeutet das für österreichische Staatsbürger und Inhaber von Aufenthaltstiteln, dass sie nun mit einem Personalausweis allein nach Bulgarien fahren oder fliegen können. Das macht das Land attraktiver für kurzfristige Projekte und Nearshore-IT-Outsourcing. Personalabteilungen sollten ihre Reiserichtlinien entsprechend anpassen und überflüssige Pufferzeiten für Einreisekontrollen aus Projektplänen streichen.
Quelle: Bulgarian News Agency (BTA)

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