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EU-Kommission feiert Einführung des Ein- und Ausreisesystems mit 13 Millionen erfassten Grenzübertritten

Dez. 31, 2025
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EU-Kommission feiert Einführung des Ein- und Ausreisesystems mit 13 Millionen erfassten Grenzübertritten
Brüssel meldet, dass das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) – das biometrische Register, das seit dem 12. Oktober schrittweise das Stempeln von Pässen für Nicht-EU-Bürger ersetzt – alle Meilensteine pünktlich erreicht. In einem Statusbericht vom 30. Dezember gab die Kommission bekannt, dass bereits über 13,3 Millionen Ein- und Ausreisen erfasst wurden, davon 60 % mit Fingerabdrücken und Gesichtsbildern. Fast 7.000 Reisenden wurde die Einreise verweigert, und rund 100 Fälle von Identitätsbetrug konnten dank der gemeinsamen Datenbank aufgedeckt werden.

Für österreichische Mobilitätsmanager ist das Update besonders relevant: Wien-Schwechat gehört zu den ersten Schengen-Flughäfen, die die EES-Kioske aktiviert haben. Ab April 2026 wird das EES an *allen* externen Schengen-Grenzen verpflichtend sein. Die Bearbeitungszeiten für Geschäftsreisende stiegen zunächst an – die Grenzpolizeigewerkschaften warnten vor minutenlangen Scans statt der früheren 30-sekündigen Sichtkontrollen – doch Software-Updates und zusätzliche e-Gates haben den Durchsatz inzwischen stabilisiert. Arbeitgeber sollten dennoch ihre entsandten Mitarbeiter und Besucher aus visumfreien Ländern (darunter Großbritannien, USA und die meisten Länder im Asien-Pazifik-Raum) darauf hinweisen, bei Transit über Wien oder bei Flügen nach Salzburg und Innsbruck längere Umsteigezeiten einzuplanen.

EU-Kommission feiert Einführung des Ein- und Ausreisesystems mit 13 Millionen erfassten Grenzübertritten


Das System bildet das Herzstück des neuen mehrstufigen EU-Grenzregimes. Ab dem 10. April 2026 werden EES-Daten direkt in ETIAS eingespeist, die 20-Euro-Reisegenehmigung, die visumfreie Staatsangehörige vor dem Flug nach Österreich benötigen. Österreich hat bereits sein Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) angepasst, sodass inländische Einwanderungsbehörden Daten mit der nationalen ETIAS-Stelle austauschen können – eine Änderung, die auch Inhaber der Rot-Weiß-Rot-Karte betrifft, die sich längere Zeit außerhalb der EU aufhalten.

Compliance-Teams in Unternehmen sollten daher die Reisedatenströme prüfen und sicherstellen, dass Meldungen zu entsandten Mitarbeitern mit den EES-Daten übereinstimmen; Abweichungen bei den Einreisedaten könnten auf unbefugte längere Aufenthalte hinweisen. Auch Speditionsunternehmen beobachten die Betrugsstatistiken genau, da gefälschte Ausweisdokumente historisch eine Schwachstelle bei der Rekrutierung von Lkw-Fahrern darstellen. Der optimistische Ton der Kommission lässt keinen weiteren Verzug beim Starttermin 2026 erwarten – eine Sorge, die Branchenverbände nach mehrfachen Verschiebungen hatten – sodass Personal- und Reisemanagement nun einen klaren Zeitplan für Mitarbeiterschulungen, Richtlinienanpassungen und technische Integration haben.

Praktisch bedeutet das: Vielflieger daran erinnern, dass die Erstregistrierung einige Minuten dauert, die Nutzung von mobilen Passagierkontrollspuren dort fördern, wo sie verfügbar sind, und die FAQs im Intranet mit Screenshots zu EES/ETIAS, Gebühreninformationen und Datenschutzhinweisen aktualisieren.
Quelle: European Newsroom (dpa)

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