Tschechien führt vollständig digitales Einwanderungssystem ein, neues Aufenthaltsgesetz tritt in Kraft
Höherer tschechischer Mindestlohn treibt EU Blue Card- und ICT-Mindestgehälter in die Höhe
Tschechisches Konsulat in Dresden stoppt die Annahme von Anträgen für reguläre Mitarbeiterausweise und Geschäftsvisa
Neueste Nachrichten
Feiertagsschließung tschechischer Hilfszentren setzt ukrainische Flüchtlinge unter Druck
Die tschechischen Unterstützungszentren, die für die Verlängerung des vorübergehenden Schutzes von ukrainischen Flüchtlingen zuständig sind, arbeiteten während der Feiertage nur eingeschränkt und werden erst ab dem 5. Januar 2026 wieder vollständig geöffnet sein. Es gilt eine siebentägige Nachfrist, doch Arbeitgeber und Flüchtlinge müssen schnell handeln, um Unterbrechungen im rechtlichen Status zu vermeiden.
Tschechiens neues Aufenthaltsgesetz für Ausländer tritt in Kraft und startet vollständig digitales Einwanderungssystem
Ab dem 1. Januar 2026 tritt in Tschechien das neue Aufenthaltsgesetz für Ausländer in Kraft, das den gesamten Aufenthaltserlaubnisprozess digitalisiert und strengere Pflichten für Unternehmens- und Bildungsträger einführt. EU-Bürger können sich online registrieren, sind dazu jedoch erst ab 2027 verpflichtet. Die Neuerung verspricht schnellere Bearbeitungszeiten und verbesserte Daten für die Behörden, erfordert jedoch von Arbeitgebern die Anpassung an neue Meldepflichten.
Höherer Mindestlohn führt ab heute zu Anhebung der Gehaltsschwellen für Blue Card und ICT
Da die Mindestlohn in Tschechien ab dem 1. Januar 2026 steigt, erhöht sich auch die Gehaltsanforderung für EU Blue Cards und hochqualifizierte ICT-Genehmigungen auf 77.245 CZK pro Monat. Arbeitgeber müssen ihre Angebote entsprechend anpassen oder Kandidaten auf alternative Genehmigungen umstellen; ab heute eingereichte Anträge werden an der neuen Gehaltsgrenze gemessen.
Das Konsulat in Dresden verhängt „Null-Quote“ für Anträge auf tschechische Mitarbeiterkarten und Geschäftsvisa
Ab dem 1. Januar 2026 nimmt das tschechische Konsulat in Dresden keine Anträge mehr für reguläre Arbeitnehmerkarten und Geschäftsvisa entgegen. Termine werden nur noch für ausgewählte Staatsangehörige und Bewerber des Talentprogramms vergeben. Unternehmen, die bisher auf das Konsulat in Dresden angewiesen waren, müssen ihre Anträge künftig anders einreichen, was die Vorlaufzeiten für die Mobilisierung verlängern könnte.
Tschechische Hilfszentren für Ukrainer veröffentlichen Öffnungszeiten über die Feiertage und warnen vor eingeschränkten Dienstleistungen bis zum 5. Januar
Die KACPU-Flüchtlingszentren in ganz Tschechien arbeiten bis zum 5. Januar 2026 mit einem eingeschränkten Feiertagsfahrplan, was die Verlängerung des vorübergehenden Schutzes für ukrainische Staatsangehörige verzögert. Es gilt eine siebentägige Nachfrist, doch Arbeitgeber und Geflüchtete müssen Termine schnell neu vereinbaren, um den rechtmäßigen Status zu sichern.