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Spanien und Oman ratifizieren gegenseitige visumfreie Einreise für Diplomaten- und Dienstpässe

Jan. 6, 2026
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Spanien und Oman ratifizieren gegenseitige visumfreie Einreise für Diplomaten- und Dienstpässe
Spanien hat offiziell eine lang ausgehandelte Vereinbarung mit dem Sultanat Oman abgeschlossen, die die Visapflicht für Kurzaufenthalte für Inhaber diplomatischer, spezieller und Dienstpässe beider Länder aufhebt. Das Königliche Dekret 3/2026, unterzeichnet von Sultan Haitham bin Tarik und am 4. Januar 2026 im Amtsblatt von Maskat veröffentlicht, setzt die am 5. November 2025 von Madrid und Maskat vorläufig unterzeichnete Vereinbarung in nationales Recht um. Das spanische Außenministerium bestätigte am 5. Januar, dass der Verzicht nun vollständig in Kraft ist, was bedeutet, dass akkreditierte Beamte bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen ohne vorherige Beantragung eines Schengen- oder omanischen Einreisevisums reisen können.

Die Hintergrundgespräche begannen 2022 im Rahmen von Spaniens Strategie, die Beziehungen zu den Golfstaaten über den Energiebereich hinaus zu vertiefen. Obwohl die Befreiung gegenseitig gilt, ist sie für spanische Beamte besonders bedeutsam, da Oman – im Gegensatz zu den meisten Mitgliedern des Golf-Kooperationsrats (GCC) – nicht auf der EU-Visafreiliste für reguläre Pässe steht. Bisher mussten Beamte Mehrfacheinreise-Schengen-Visa der Kategorie C oder Kurzaufenthalts-e-Visa für Oman beantragen, was mit Bearbeitungsgebühren und Wartezeiten verbunden war und Ministerbesuche erschwerte.

Spanien und Oman ratifizieren gegenseitige visumfreie Einreise für Diplomaten- und Dienstpässe


Praktische Auswirkungen: Spanische Diplomaten, die nach Maskat reisen, um Marine- und Wasserstoffkorridorprojekte voranzutreiben, können nun kurzfristig Reisen buchen, ohne auf die Bearbeitung von Papieren warten zu müssen. Omanische Delegationen, die die Werften des spanischen Schiffbauers Navantia in Ferrol oder Cádiz besuchen, umgehen die Schengen-Bürokratie. Unternehmen, die Ausrüstung für die spanischen Streitkräfte liefern, begrüßen die Maßnahme, da sie eine der letzten prozeduralen Hürden für die hochrangige Verteidigungszusammenarbeit beseitigt.

Die Befreiung gilt nicht für Inhaber regulärer Pässe, doch Beamte sehen darin einen möglichen Wegbereiter für weitergehende Mobilitätsgespräche im Rahmen des EU-GCC-Dialogs. Reisende müssen weiterhin Pässe mit einer Gültigkeit von mindestens sechs Monaten, Nachweise über die Weiterreise und gegebenenfalls Dienstanweisungen mitführen. Beide Regierungen empfehlen, darauf zu achten, dass der Gesamtaufenthalt im Schengen-Raum die 90/180-Tage-Regel nicht überschreitet.

Rechtliche nächste Schritte: Spanien wird eine begleitende ministerielle Anordnung veröffentlichen, die Konsulate anweist, keine Schengen-Visa mehr in den betroffenen Kategorien auszustellen und bestehende Mehrfacheinreisevisa als „befreit“ zu kennzeichnen. Die königliche Polizei Omans wird ihre e-Visa-Plattform aktualisieren, um berechtigte Reisende zu markieren, und Fluggesellschaften erhalten eine NOTAM zur Klarstellung der Boarding-Regeln.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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