
Spanien hat das Jahr mit der Veröffentlichung der Verordnung 2026 zur Kollektiven Anwerbung an der Quelle (Orden GECCO) abgeschlossen – einem rechtlichen Instrument, das Unternehmen ermöglicht, große Gruppen von Nicht-EU-Beschäftigten für Saisonarbeit bereits vor deren Ankunft im Land zu rekrutieren. Der Text, der am 30. Dezember nach der letzten Ministerratssitzung 2025 veröffentlicht wurde, setzt die im Mai eingeführte neue Ausländerregelung (RELOEX) um und verankert erstmals explizite sozialrechtliche Garantien für teilnehmende Arbeitskräfte im Primärrecht. Arbeitgeber müssen nun nachweisen, dass sie saisonale Mitarbeiter während des gesamten Einsatzes unterbringen und jede Änderung der Unterkunft den Einwanderungsbehörden melden.
Die Regierung hob die Rekordnachfrage für das Programm hervor: 2025 kamen 25.767 ausländische Arbeitskräfte – ein Anstieg von 25 % gegenüber 2024 – im Rahmen von GECCO nach Spanien, überwiegend für die landwirtschaftliche Ernte in 21 Provinzen. Siebzehn Herkunftsländer waren beteiligt, wobei Marokko 81 % der Verträge stellte und Frauen 92 % der Teilnehmenden ausmachten. Die neue Verordnung behält die vierjährige Mehrfacheinreisegenehmigung bei, die es den Beschäftigten erlaubt, bis zu neun Monate im Jahr zu arbeiten, sofern sie nach jeder Saison in ihr Heimatland zurückkehren.
Personalverantwortliche begrüßen die Verlagerung hin zur „nominativen“ Rekrutierung, die es Unternehmen erlaubt, gezielt benannte Arbeitskräfte auszuwählen, anstatt sich ausschließlich auf allgemeine Arbeitskräftepools zu stützen. Diese Flexibilität soll die Bearbeitungszeiten verkürzen und kurzfristige Absagen reduzieren – ein Problem, das in den Erntejahren 2023–24 die Überstundenkosten in der Agrarwirtschaft in die Höhe trieb. Gleichzeitig bewahrt die Verordnung 2026 den kollektiven (generischen) Weg für Großbetriebe, die mehrere hundert Erntehelfer gleichzeitig benötigen.
Der Text verweist zudem auf WAFIRA II, ein neues EU-gefördertes Pilotprojekt, das von 2026 bis 2028 3.000 marokkanische Saisonarbeitskräfte zwischen Spanien und Frankreich vermitteln wird. Behörden sehen in dem Programm ein mögliches Modell für regionale Initiativen zur „Talentzirkulation“ in den Bereichen Bau, Tourismus und Logistik – Branchen, die angesichts der schrumpfenden erwerbsfähigen Bevölkerung Spaniens mit akuten Arbeitskräftemangel kämpfen.
Für Teams im Bereich globale Mobilität und Entsendungen ist die wichtigste Erkenntnis operativer Natur: Die Rekrutierungsfenster 2026 öffnen früher, und elektronische Anträge über das Mercurio-Portal erfordern zusätzliche Angaben zu Unterkunft und Rückflugtickets. Unternehmen sollten mit leicht höheren Compliance-Kosten rechnen, können aber mit weniger Ad-hoc-Kontrollen rechnen, sobald die neuen Schutzmaßnahmen greifen.
Die Regierung hob die Rekordnachfrage für das Programm hervor: 2025 kamen 25.767 ausländische Arbeitskräfte – ein Anstieg von 25 % gegenüber 2024 – im Rahmen von GECCO nach Spanien, überwiegend für die landwirtschaftliche Ernte in 21 Provinzen. Siebzehn Herkunftsländer waren beteiligt, wobei Marokko 81 % der Verträge stellte und Frauen 92 % der Teilnehmenden ausmachten. Die neue Verordnung behält die vierjährige Mehrfacheinreisegenehmigung bei, die es den Beschäftigten erlaubt, bis zu neun Monate im Jahr zu arbeiten, sofern sie nach jeder Saison in ihr Heimatland zurückkehren.
Personalverantwortliche begrüßen die Verlagerung hin zur „nominativen“ Rekrutierung, die es Unternehmen erlaubt, gezielt benannte Arbeitskräfte auszuwählen, anstatt sich ausschließlich auf allgemeine Arbeitskräftepools zu stützen. Diese Flexibilität soll die Bearbeitungszeiten verkürzen und kurzfristige Absagen reduzieren – ein Problem, das in den Erntejahren 2023–24 die Überstundenkosten in der Agrarwirtschaft in die Höhe trieb. Gleichzeitig bewahrt die Verordnung 2026 den kollektiven (generischen) Weg für Großbetriebe, die mehrere hundert Erntehelfer gleichzeitig benötigen.
Der Text verweist zudem auf WAFIRA II, ein neues EU-gefördertes Pilotprojekt, das von 2026 bis 2028 3.000 marokkanische Saisonarbeitskräfte zwischen Spanien und Frankreich vermitteln wird. Behörden sehen in dem Programm ein mögliches Modell für regionale Initiativen zur „Talentzirkulation“ in den Bereichen Bau, Tourismus und Logistik – Branchen, die angesichts der schrumpfenden erwerbsfähigen Bevölkerung Spaniens mit akuten Arbeitskräftemangel kämpfen.
Für Teams im Bereich globale Mobilität und Entsendungen ist die wichtigste Erkenntnis operativer Natur: Die Rekrutierungsfenster 2026 öffnen früher, und elektronische Anträge über das Mercurio-Portal erfordern zusätzliche Angaben zu Unterkunft und Rückflugtickets. Unternehmen sollten mit leicht höheren Compliance-Kosten rechnen, können aber mit weniger Ad-hoc-Kontrollen rechnen, sobald die neuen Schutzmaßnahmen greifen.
Quelle: La Moncloa