
In einer am 13. Januar 2026 bekannt gewordenen Reihe von diplomatischen Initiativen hat China seine Kampagne zur Verhinderung von Reisen hochrangiger taiwanischer Politiker nach Europa verschärft. Laut mehreren europäischen Diplomaten haben chinesische Botschaften auf dem Kontinent Note-verbales übermittelt und persönliche Gespräche geführt, in denen sie die Gastländer davor warnten, taiwanischen Amtsträgern Visa zu erteilen, da dies Pekings „rote Linie“ überschreiten und die bilateralen Beziehungen „gefährden“ würde.
Das von Peking vorgebrachte rechtliche Argument beruft sich auf Artikel 6 des Schengener Grenzkodex der EU, der den Mitgliedstaaten erlaubt, Personen die Einreise zu verweigern, wenn diese als Gefahr für die „internationale Beziehungen“ eingestuft werden. Europäische Beamte betonen jedoch, dass Chinas Auslegung selektiv und beispiellos sei; bisher wurde die Klausel fast ausschließlich bei Personen angewandt, die wegen Terrorismus oder organisierter Kriminalität sanktioniert wurden. Regierungen in Großbritannien, Finnland und Norwegen haben die Forderung bereits abgelehnt und bekräftigt, dass die Visapolitik eine Angelegenheit nationaler Souveränität bleibt.
Der diplomatische Vorstoß folgt auf eine Reihe hochkarätiger taiwanischer Besuche in Prag, Vilnius und London Ende letzten Jahres. Analysten sehen darin Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets, das wirtschaftlichen Druck und Desinformation umfasst, um Taiwans internationalen Handlungsspielraum einzuschränken. Obwohl die Warnungen keine unmittelbaren rechtlichen Verpflichtungen auferlegen, bringen sie europäische Grenzbehörden und Mobility-Manager von Unternehmen in eine Zwickmühle: Ein verweigertes Visum könnte Gegemaßnahmen Pekings gegen EU-Beamte oder sogar Unternehmensleiter nach sich ziehen.
Für multinationale Unternehmen ist dieser Vorfall eine weitere Erinnerung daran, dass grenzüberschreitende Einsätze mit Bezug zu Taiwan zunehmend politisiert werden. Mobility-Teams sollten die Reiserouten von Mitarbeitern, die Abgeordnete oder Beamte aus Taipeh treffen, genau beobachten und bei Schengen- und UK-Visaanträgen längere Vorlaufzeiten einplanen. Einige Firmen raten bereits ihren Mitarbeitern mit regelmäßigem Geschäft in Brüssel oder Berlin, Begleitschreiben mitzuführen, die klarstellen, dass Treffen mit taiwanischen Partnern rein geschäftlicher Natur sind.
Kurzfristig bezweifeln Experten, dass EU-Hauptstädte pauschalen Einreiseverboten nachgeben werden, erwarten jedoch längere konsularische Bearbeitungszeiten für chinesische Visa europäischer Abgeordneter – und möglicherweise eine strengere Kontrolle europäischer Diplomaten bei der Einreise nach China. Unternehmen mit Regierungsbeziehungen sollten daher Notfallpläne für plötzliche Reiseeinschränkungen infolge von Gegenschritten vorbereiten.
Das von Peking vorgebrachte rechtliche Argument beruft sich auf Artikel 6 des Schengener Grenzkodex der EU, der den Mitgliedstaaten erlaubt, Personen die Einreise zu verweigern, wenn diese als Gefahr für die „internationale Beziehungen“ eingestuft werden. Europäische Beamte betonen jedoch, dass Chinas Auslegung selektiv und beispiellos sei; bisher wurde die Klausel fast ausschließlich bei Personen angewandt, die wegen Terrorismus oder organisierter Kriminalität sanktioniert wurden. Regierungen in Großbritannien, Finnland und Norwegen haben die Forderung bereits abgelehnt und bekräftigt, dass die Visapolitik eine Angelegenheit nationaler Souveränität bleibt.
Der diplomatische Vorstoß folgt auf eine Reihe hochkarätiger taiwanischer Besuche in Prag, Vilnius und London Ende letzten Jahres. Analysten sehen darin Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets, das wirtschaftlichen Druck und Desinformation umfasst, um Taiwans internationalen Handlungsspielraum einzuschränken. Obwohl die Warnungen keine unmittelbaren rechtlichen Verpflichtungen auferlegen, bringen sie europäische Grenzbehörden und Mobility-Manager von Unternehmen in eine Zwickmühle: Ein verweigertes Visum könnte Gegemaßnahmen Pekings gegen EU-Beamte oder sogar Unternehmensleiter nach sich ziehen.
Für multinationale Unternehmen ist dieser Vorfall eine weitere Erinnerung daran, dass grenzüberschreitende Einsätze mit Bezug zu Taiwan zunehmend politisiert werden. Mobility-Teams sollten die Reiserouten von Mitarbeitern, die Abgeordnete oder Beamte aus Taipeh treffen, genau beobachten und bei Schengen- und UK-Visaanträgen längere Vorlaufzeiten einplanen. Einige Firmen raten bereits ihren Mitarbeitern mit regelmäßigem Geschäft in Brüssel oder Berlin, Begleitschreiben mitzuführen, die klarstellen, dass Treffen mit taiwanischen Partnern rein geschäftlicher Natur sind.
Kurzfristig bezweifeln Experten, dass EU-Hauptstädte pauschalen Einreiseverboten nachgeben werden, erwarten jedoch längere konsularische Bearbeitungszeiten für chinesische Visa europäischer Abgeordneter – und möglicherweise eine strengere Kontrolle europäischer Diplomaten bei der Einreise nach China. Unternehmen mit Regierungsbeziehungen sollten daher Notfallpläne für plötzliche Reiseeinschränkungen infolge von Gegenschritten vorbereiten.
Quelle: The Guardian
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