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EU verschiebt ETIAS-Start auf Ende 2026, während Spanien den EES-Ausbau beschleunigt

Jan. 20, 2026
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EU verschiebt ETIAS-Start auf Ende 2026, während Spanien den EES-Ausbau beschleunigt
Die Europäische Kommission hat eine weitere Verzögerung des European Travel Information and Authorisation System (ETIAS) bestätigt. Statt wie geplant 2025 verpflichtend zu werden, startet das Vorab-Screening für visumfreie Reisende nun erst im letzten Quartal 2026 mit einer sechsmonatigen „Soft-Launch“-Phase. Die vollständige Umsetzung ist für April 2027 vorgesehen.

Für Spanien – einen der verkehrsreichsten Einreisepunkte im Schengen-Raum – bedeutet das, dass Fluggesellschaften, Flughäfen und Mobility-Teams mehr Zeit haben, um Passagierdatenflüsse und Mitarbeiterschulungen auf die neue 20-Euro-Genehmigung umzustellen. Die Flughäfen Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat weisen bereits auf ihren Websites darauf hin, dass ohne genehmigtes ETIAS künftig das Boarding verweigert werden könnte. Die Behörden betonen jedoch, dass diese Hinweise mindestens weitere 18 Monate „nur informativ“ bleiben.

EU verschiebt ETIAS-Start auf Ende 2026, während Spanien den EES-Ausbau beschleunigt


Während ETIAS sich verzögert, macht das Schwesterprojekt – das biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) – große Fortschritte. Laut Innenministerium wird Spanien bis zum Reisehöhepunkt zu Ostern 2026 an Flughäfen, Seehäfen und der Landgrenze zu Gibraltar 650 Selbstbedienungskioske und 400 automatisierte e-Gates in Betrieb haben. Nicht-EU-Reisende müssen bei der ersten Einreise Gesichtsbilder und vier Fingerabdrücke abgeben; diese Daten ersetzen die Passstempel und sind drei Jahre gültig.

Berater für Geschäftsreisen sehen in den unterschiedlichen Zeitplänen eine zweistufige Compliance-Situation. „Ab April steht man an der Grenze für biometrische Kontrollen (EES), aber die Online-Anmeldung (ETIAS) ist erst Ende 2026 erforderlich“, erklärt José-Luis Martín von Global Relocate Madrid. Personalabteilungen aktualisieren bereits ihre Checklisten und empfehlen, besonders bei Verbindungen über Spanien nach Lateinamerika oder Nordafrika, mehr Zeit einzuplanen.

Für Manager der globalen Mobilität ist die wichtigste Erkenntnis die Reihenfolge: Die Reisebestimmungen müssen zuerst die EES-Pflichten berücksichtigen, die ETIAS-Gebühren sind für 2027 einzuplanen. Zudem wird vor betrügerischen ETIAS-Websites gewarnt, die Daten und Zahlungsinformationen abgreifen wollen. Das spanische Cybersecurity-Institut meldet seit Weihnachten eine Zunahme von Phishing-Domains mit Namen wie „etias-spain“ oder „etias-visa“, die vor allem britische und US-Reisende ins Visier nehmen.
Quelle: Travel and Tour World

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