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China verschärft Visabestimmungen für indische Reisende, Ablehnungsquote nähert sich 40 %

Jan. 24, 2026
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China verschärft Visabestimmungen für indische Reisende, Ablehnungsquote nähert sich 40 %
Chinas Konsulate in Indien verschärfen stillschweigend die Visaprozesse: Bearbeitungszeiten verlängern sich, Ablehnungsquoten für Touristen- und Kurzzeitgeschäftsvisa steigen auf fast 40 %

Chinas Botschaften und Konsulate in Neu-Delhi, Mumbai, Kolkata und Chennai haben eine neue Online-Antragsform eingeführt, die alle Antragsteller verpflichtend ausfüllen müssen. Zusätzlich sind Nachweise wie Kontoauszüge, Beschäftigungsbestätigungen und bestätigte Flugtickets hochzuladen, bevor ein biometrischer Termin vor Ort gebucht werden kann. Dies berichten indische Reiseunternehmen, die große Firmenkunden betreuen.

Diese zusätzliche Hürde ersetzt den früheren Papierantrag, der über Visa-Agenten eingereicht werden konnte, und hat die Vorlaufzeit effektiv verdoppelt. Termine sind oft erst drei bis vier Wochen im Voraus verfügbar. „Für Firmen-Roadshows empfehlen wir unseren Kunden, die Unterlagen mindestens sechs Wochen vor Abreise einzureichen“, erklärt der Leiter einer auf China-Programme spezialisierten Mobilitätsfirma in Bengaluru. „Trotzdem steigen die Ablehnungen, da schon kleine Fehler – etwa eine alte Passnummer, Tippfehler oder eine fehlende Hotelübernachtung – automatisch zur Ablehnung führen.“

China verschärft Visabestimmungen für indische Reisende, Ablehnungsquote nähert sich 40 %


Branchenkenner sehen die Verschärfung als Reaktion Pekings auf den starken Anstieg der Besucherzahlen im vergangenen Jahr, der durch erweiterte Flugkapazitäten und aggressive Hotelrabatte gefördert wurde. Indische Touristen spielten dabei eine wichtige Rolle, doch die Behörden befürchten Überziehungen der Aufenthaltsdauer und illegale Arbeit. Durch die verpflichtende Nutzung der offiziellen Online-Plattform erhalten die Behörden frühzeitig Zugriff auf die Daten und können diese mit Sicherheits- und Gesundheitsüberwachungslisten abgleichen.

Für Geschäftsreisende hat dies unmittelbare Folgen: Projektpläne verzögern sich, kurzfristige Dienstreisen werden schwieriger, und Unternehmen müssen mit mehrfachen Anträgen rechnen. Größere multinationale Konzerne reagieren, indem sie einige Meetings nach Hongkong oder Singapur verlegen, wo visafreier Zugang oder unkomplizierte E-Visa mehr Flexibilität bieten. Reiseanalysten warnen, dass die härtere Linie Chinas Ziel, den Geschäftstourismus wieder anzukurbeln, untergräbt. Wenn indische Manager nicht schnell an Visa kommen, könnten Lieferkettenbesuche und Einkaufsverhandlungen in andere Länder verlagert werden.

Kurzfristig prüfen indische Firmen die neue 240-Stunden-Visafreie Transitregelung, die an über 60 Flughäfen gilt, als Notlösung für dringende Standortbesuche. Mobilitätsmanager weisen jedoch darauf hin, dass diese Transitregelung nur für Meetings und Werksbesichtigungen gilt und Reisende innerhalb von zehn Tagen in ein Drittland weiterreisen müssen. Bis ein verlässlicherer Prozess etabliert ist, rechnen Experten damit, dass die Nachfrage nach China-Reisen aus Indien stagniert – während andere Herkunftsmärkte von Pekings medienwirksamen Visafreigaben profitieren.
Quelle: The Times of India

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