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China gewährt britischen Staatsbürgern nach Gesprächen zwischen Starmer und Xi eine 30-tägige visumfreie Einreise

Jan. 30, 2026
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China gewährt britischen Staatsbürgern nach Gesprächen zwischen Starmer und Xi eine 30-tägige visumfreie Einreise
In der bislang dramatischsten Öffnung der Mobilität seit Chinas Rücknahme der Pandemie-Beschränkungen hat Peking zugestimmt, Inhabern britischer Reisepässe eine visafreie Einreise von bis zu 30 Tagen zu gewähren. Die Ankündigung erfolgte am 29. Januar während des dreitägigen China-Besuchs von Premierminister Keir Starmer – dem ersten Besuch eines britischen Regierungschefs seit acht Jahren – und wurde sowohl von Downing Street als auch vom chinesischen Außenministerium bestätigt. Der Verzicht auf das Visum tritt zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt in Kraft, sobald die chinesischen Grenzsysteme und Fluggesellschaften die erforderlichen IT-Updates abgeschlossen haben.

Diese neue Regelung beseitigt eine der letzten administrativen Hürden für britische Geschäftsleute und Touristen, die derzeit rund 151 Pfund an Gebühren und Kurierkosten für jedes Einzelvisum zahlen. Beratungsfirmen schätzen, dass die Maßnahme die jährlichen Verwaltungskosten britischer multinationaler Unternehmen mit Produktions- und Beschaffungsstandorten in China um mehr als 20 Millionen Pfund senken wird. Zudem ermöglicht sie kurzfristige Reisen für Vertragsabschlüsse, Werksinspektionen und Kundenbesuche.

China gewährt britischen Staatsbürgern nach Gesprächen zwischen Starmer und Xi eine 30-tägige visumfreie Einreise


Für China setzt die Politik die schnelle Ausweitung der einseitigen visafreien Liste (jetzt 76 Länder) fort, mit dem Ziel, den Reiseverkehr anzukurbeln und ausländische Investitionen zu beleben. Gleichzeitig signalisiert Peking, dass es bereit ist, die Erleichterung der Mobilität von heiklen politischen Themen wie Sanktionen gegen Abgeordnete und Sicherheitsbedenken, die die Beziehungen belasten, zu entkoppeln.

Unternehmen sollten sich darauf vorbereiten, indem sie ihre internen Reiserichtlinien aktualisieren und HR-Teams schulen, um zwischen der neuen 30-Tage-Waiver-Regelung (für Geschäfts- und Tourismusreisen) und den bestehenden längerfristigen Z-, M- und F-Visa-Kategorien zu unterscheiden. Britische Staatsbürger, die länger als 30 Tage arbeiten, studieren oder bleiben wollen, benötigen weiterhin Standardvisa und Aufenthaltserlaubnisse. HR-Abteilungen sollten zudem die Versicherungspolicen überprüfen, da viele Unternehmensversicherungen den Visastatus bei der Leistungsgewährung berücksichtigen.

Reisenden wird empfohlen, Nachweise über Weiter- oder Rückreise sowie Hotelbuchungen mitzuführen, bis die Einreiseformalitäten endgültig geklärt sind. Die Britische Handelskammer in China erstellt derzeit eine FAQ für ihre Mitgliedsunternehmen und wird ein Webinar veranstalten, sobald die Details zur Umsetzung veröffentlicht sind.
Quelle: The Guardian

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