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China gewährt britischen Staatsbürgern nach Treffen zwischen Starmer und Xi 30 Tage visafreien Aufenthalt

Jan. 30, 2026
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China gewährt britischen Staatsbürgern nach Treffen zwischen Starmer und Xi 30 Tage visafreien Aufenthalt
In einem eindrucksvollen Abschluss seines zweitägigen Besuchs in Peking kündigte der britische Premierminister Keir Starmer am 29. Januar vor dem Diaoyutai-Staatsempfangshaus an, dass China für Inhaber eines regulären britischen Reisepasses künftig auf Visa für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen verzichten wird. Diese Zugeständnis, das in Gesprächen mit Präsident Xi Jinping und Premier Li Qiang vereinbart wurde, markiert das erste Mal, dass London einseitig visafreien Zugang zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt erhält. Es ist acht Jahre her seit dem letzten Besuch eines britischen Premierministers und signalisiert eine Entspannung nach dem, was Starmer als „Eiszeit“ in den bilateralen Beziehungen bezeichnete.

Für Geschäftsreisende und multinationale Unternehmen beseitigt diese Änderung einen der hartnäckigsten Probleme bei China-Reisen: die Notwendigkeit, Reisepässe vor jeder Reise oft zweimal per Kurier zu einem Visazentrum zu schicken. Laut Daten der britischen Regierung wurden 2025 über 157.000 Standardvisa für China an britische Staatsbürger ausgestellt; Unternehmen gaben schätzungsweise 42 Millionen Pfund für Bearbeitungsgebühren und Logistik aus. Diese Kosten könnten über Nacht entfallen, sobald die Regelung offiziell verkündet wird.

China gewährt britischen Staatsbürgern nach Treffen zwischen Starmer und Xi 30 Tage visafreien Aufenthalt


Das Abkommen ist vorerst nur im Geiste wechselseitig; die britischen Grenzen behalten die Visapflicht für chinesische Staatsbürger bei. Beamte deuteten jedoch an, dass eine bilaterale Arbeitsgruppe mögliche Erleichterungen für chinesische Investoren und Studierende prüfen wird – ein Zeichen dafür, dass sich das Vereinigte Königreich nach dem Brexit als Dienstleistungszentrum neu positioniert, um ausländische Direktinvestitionen anzuziehen.

Starmer erreichte zudem eine Halbierung der chinesischen Zölle auf Scotch Whisky, eine Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Ausrüstung für Menschenschmuggel sowie ein Versprechen, festgefahrene Klimafinanzierungsgespräche wieder aufzunehmen. Menschenrechtsthemen, darunter der Fall des Hongkonger Verlegers Jimmy Lai, seien „offen angesprochen“ worden, teilte das Downing Street mit. Wirtschaftsverbände begrüßten die Ankündigungen überwiegend, während einige Abgeordnete warnten, dass Peking die Visafreiheit als politisches Druckmittel nutzen könnte, falls sich die Beziehungen erneut verschlechtern.

Praktischer Hinweis: Unternehmen sollten mit der offiziellen Bekanntgabe der Umsetzung warten, bevor sie bereits gebuchte Visatermine stornieren. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass die 30-tägigen Aufenthalte Tourismus, Konferenzen, kurzfristige Projekte und interne Weiterreisen abdecken, jedoch keine bezahlte Arbeit. Reisende müssen weiterhin Einreisekarten ausfüllen und ihre Adresse innerhalb von 24 Stunden bei der Polizei oder im Hotel registrieren, wie es die bestehenden Regeln vorsehen.
Quelle: The Guardian

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