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Elektronische Reisegenehmigung für das Vereinigte Königreich wird für 85 visumfreie Nationalitäten verpflichtend

Feb. 24, 2026
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Elektronische Reisegenehmigung für das Vereinigte Königreich wird für 85 visumfreie Nationalitäten verpflichtend
Das Vereinigte Königreich hat den letzten Meilenstein seines dreijährigen Programms zur Digitalisierung der Grenzkontrollen erreicht: Ab dem 25. Februar 2026 muss jeder Reisende, der zuvor ohne Visum eingereist ist, eine genehmigte elektronische Reisegenehmigung (Electronic Travel Authorisation, ETA) vorweisen. Die am 23. Februar 2026 veröffentlichte Verbraucherinformation „UK ETA jetzt Pflicht: Was das 2026 für Reisende und Einwanderer bedeutet“ bestätigte das Umstellungsdatum, die Gebühr von 16 Pfund sowie die zweijährige Gültigkeitsdauer.

Obwohl die ETA vor allem für Touristen und Kurzzeit-Geschäftsreisende gedacht ist, sind auch Unternehmen betroffen. Fluggesellschaften, Fährunternehmen und Eurostar müssen vor dem Boarding eine gültige ETA überprüfen – bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Pfund pro Passagier. Multinationale Konzerne haben bereits begonnen, ETA-Prüfungen in ihre Reisebuchungsprozesse zu integrieren und warnen ihre Mitarbeiter, dass kurzfristige Reisen künftig möglicherweise nicht mehr möglich sind. Reise-Management-Firmen schätzen, dass jährlich 1,7 Millionen europäische Geschäftsreisende eine Vorabgenehmigung benötigen – eine Compliance-Herausforderung vergleichbar mit dem ESTA-System der USA.

Elektronische Reisegenehmigung für das Vereinigte Königreich wird für 85 visumfreie Nationalitäten verpflichtend


Die ETA ergänzt eine Reihe weiterer verschärfter Einwanderungsmaßnahmen, die 2026 in Kraft treten. Ab April verdoppelt sich die erforderliche Aufenthaltsdauer für eine unbefristete Niederlassungserlaubnis auf zehn Jahre, und die Englischkenntnisse für Arbeitsvisa werden auf das Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) angehoben. Zusammengenommen erhöhen diese Änderungen sowohl die Kosten als auch die Komplexität für Unternehmen, die Talente ins Vereinigte Königreich entsenden. Arbeitgeber werden daher geraten, bei der Planung von Auslandseinsätzen mehr Vorlaufzeit einzuplanen, Budgets für wiederholte ETA-Erneuerungen vorzusehen und sicherzustellen, dass auch die Familienangehörigen der Entsandten eine Genehmigung erhalten.

Technologieanbieter nutzen die Umstellung bereits für sich: Zwei große britische Flughäfen haben ihre elektronischen Grenzkontrollsysteme auf das Auslesen von ETA-QR-Codes aufgerüstet, während mehrere Fintech-Start-ups „ETA-as-a-Service“-APIs für Buchungsplattformen von Unternehmen anbieten. Die frühe Nachfrage deutet auf die Entstehung einer neuen Mikrobranche rund um digitale Grenz-Compliance hin – ähnlich wie in Kanada, Australien und dem bald startenden ETIAS-System der EU.

Für Reisende gilt die klare Botschaft: Keine Genehmigung, keine Einreise. Mit Blick auf die Oster- und Sommerreisezeiten sollten Personal- und Mobilitätsteams jetzt entsprechende Hinweise verbreiten, Mitarbeiter daran erinnern, die ETA mindestens 72 Stunden vor Abreise zu beantragen, und wenn möglich die ETA-Anträge in Onboarding-Checklisten für neue Talente integrieren.
Quelle: WhereToEmigrate.io

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