
In seinem zweiwöchentlichen Bulletin vom 23. Februar 2026 weist Ius Laboris – das weltweit größte Netzwerk von Kanzleien für Arbeits- und Einwanderungsrecht – auf den britischen Markt hin, der „sofortige Aufmerksamkeit“ multinationaler Kunden erfordert. Der Newsletter betont, dass der Februar ein entscheidender Zeitpunkt ist: Die ETA wird verbindlich, eVisas ersetzen bei Neuanträgen die physischen Dokumente, und ab dem 1. März steigen die Gehaltsschwellen für Arbeitswege. Laut Ius Laboris unterschätzen viele Unternehmen die damit verbundene administrative Belastung. Bereits eine kurzfristige Entsendung kann nun eine ETA für den Reisenden, eine digitale Statusüberprüfung für mitreisende Angehörige sowie überarbeitete Arbeitsberechtigungsprüfungen für britische Niederlassungen erfordern. Unternehmen, die ihre Entsendungsvorlagen nicht anpassen, riskieren unbeabsichtigte Verstöße – ein Bereich, den HMRC und das Innenministerium 2026 verstärkt überwachen wollen. Das Bulletin fordert HR-Teams auf, umgehend eine Prüfung offener Reise- und Expat-Akten durchzuführen und sicherzustellen, dass: 1) alle visumfreien Staatsangehörigen eine ETA beantragt haben; 2) physische BRP oder Vignetten, die nach dem 31. Dezember 2024 ablaufen, in eVisas umgewandelt wurden; und 3) Gehaltsüberprüfungen die ab nächsten Monat geltenden höheren Mindestwerte berücksichtigen. Zudem empfiehlt Ius Laboris, API-Verknüpfungen zum „View and Prove“-Portal des Innenministeriums in HRIS-Dashboards zu integrieren, damit Manager den digitalen Status vor der Einstellung prüfen können. Frühzeitige Anwender berichten von durchschnittlichen Bearbeitungszeiten von acht Minuten für eine ETA und 48 Stunden für die Umwandlung in ein eVisa, warnen jedoch vor Spitzenzeiten während der Ferien. Angesichts anhaltender Fachkräftemängel nach dem Brexit – insbesondere in den Bereichen Technologie und Gesundheitswesen – kommt das Bulletin zu dem Schluss, dass proaktive Compliance zu einem Wettbewerbsvorteil bei der Talentakquise wird. Unternehmen, die diese neuen UK-Verfahren optimieren, können Mitarbeiter schneller mobilisieren als Wettbewerber, die noch mit Papierkram kämpfen.
Quelle: Ius Laboris via Mondaq
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